Adventsgedicht 2025 01.12.2025 von Hilde Mai Advent Wie leuchten die Augen im Advent, aus: Stern der Weihnacht – Hilde Mai – S. 9 ISBN 978-3-8380-3332-0 |
Gedicht des Monats Mai 02.05.2025 von Hilde Mai Nach der Einführungsmesse des Papstes Franziskus I. 19. 3. 2013 aus: Welt der Poesie. 24. Edition – Gerwin Haybäck (Hrsg.) – S. 68 ISBN 978-3-8280-3851-6 |
Gedicht des Monats Dezember 02.12.2024 von Hilde Mai Wunsch zur Weihnacht aus: Stern der Weihnacht – Hilde Mai (S. 20) ISBN 978-3-8280-3332-0 |
Gedicht des Monats November 01.11.2024 von Steffen Teichmann
aus: Welt der Poesie. 24. Edition – Gerwin Haybäck (S. 174) ISBN 978-3-8280-3851-6 |
Gedicht des Monats 01.10.2024 von Angela Finke Eine Weinprobe aus: Erlesenes genießen mit allen Sinnen – Angela Finke (S. 56) ISBN 978-3-8280-3873-8 |
Gedicht des Monats 01.08.2024 Die Krone Für mich trägst Du eine Krone, aus: Das Tor zum Glück ins Blütenland der Liebe – Erwin und Hannelore (S. 30) ISBN 978-3-8280-3839-4 |
Gedicht des Monats 01.07.2024 von Samira Schogofa Pusteblume Ich würd’ so gern den ganzen Sommer leben, aus: Wenn Worte blühen. Literatur de luxe. Band 7 - Steffen Teichmann (Hrsg.) - S. 105 ISBN 978-3-8280-3818-9 |
Gedicht des Monats 03.06.2024 von Fabio Koch Sommernacht Wenn der blutrote Himmel aus: Die schimmernden Welten des Travis Berman - Fabio Koch (S. 52) ISBN (Print) 978-3-8280-3824-0 |
Gedicht des Monats Mai 08.05.2024 von Volker Ullmann Der geheime Ort Ich kenne einen Ort, an dem Palmen sich Geschichten erzählen, aus: Gedanken aus der Grenzenlosigkeit - Volker Ullmann (S. 17) ISBN (Print) 978-3-8280-3834-9 |
Gedicht des Monats April 02.04.2024 von Inna Zagrajewski DAS WICHTIGSTE THEMA aus den Archiven der Autorin |
Gedicht des Monats März 01.03.24 von Barbara Schafflützel Frühling am Untersee Habt ihr schon vernommen? aus: Spiegelungen – Barbara Schafflützel (S. 29) ISBN (Print) 978-3-8280-3813-4 |
Gedicht des Monats Februar 01.02.2024 von Ernst Bühler Liebeszeit Sie liebten sich zärtlich aus: Unterm Hibiskus Strauch – Ernst Bühler (S. 46f.) ISBN (Print) 978-3-8280-3809-7 ISBN (E-Book) 978-3-8280-3810-3 |
Gedicht des Monats Januar 05.01.2024 von Susanna Schötschel Jahreswechsel Die Ruhe vor dem Sturm, so ungewohnt, Sind in der Silvesternacht Das Ende eines Jahres schenkt uns Zeit, In jedem von uns schlummern jene Denkwürdigkeiten, Warum muss man erst an einer Kreuzung stehen, Doch was, man lasse es mich wissen, Dinge, die elementar ein Gefühl von Sicherheit geben, Und dann? Wenn alle scheinbaren Notwendigkeiten zum Leben vorhanden sind? So fiebern wir also mit einem inszenierten Feuerwerk Einen Impuls jedoch verspüre ich, Reumütig ich mir eingestehe, In einer unterschwelligen Scham versunken, Allen Menschen hier sowie auf der ganzen Welt aus: Zeugnis des Schweigens – Susanna Schötschel (S. 52) ISBN (Print) 978-3-8280-3814-1 ISBN (E-Book) 978-3-8280-3815-8 |
– 2023 –
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Gedicht des Monats Dezember 01.12.2023 von Fabio Koch Licht in der Dunkelheit aus: Auslese zum Jahreswechsel. 32. Edition – Hannelore Deinert (Hrsg.) – S. 64 ISBN 978-3-8280-3781-6 |
Gedicht des Monats November 01.11.2023 von Friederike Morgenrot Herbstspaziergang Ich lausche dem Fallen der Blätter im Herbst, ich lausch‘ deinen Gedanken, die dur mir erzählst, uns’re Liebe ist leicht und unbeschwert, wohl, weil du nicht alles verrätst.
Ich liebe das Rauschen der Bäume im Wind, ich lieb‘ es, dass wir uns versteh’n, ich mag die Wege, die wir geh’n, wohl, weil wir zusammen sind. aus: Fernab der Wirklichkeit - Friederike Morgenrot S. 49 ISBN 978-3-8280-3796-0 |
Gedicht des Monats Oktober 04.10.2023 von Gudrun Monitzer Poesie des Alltags aus: Einfach die Wahrheit - Gudrun Monitzer S. 61 ISBN 978-3-8280-3776-2 |
Gedicht des Monats September 04.09.2023 von Maurice Hönscher Die andere Seite vom Mittelmeer aus: In einem anderen Leben - Katarina Grgić • Sonderband des diesjährigen Lyrik-Wettbewerbs. S. 51 ISBN 978-3-8280-3743-4 Maurice Hönscher ist einer der drei Gewinnerinnen und Gewinner. |
Gedicht des Monats August 01.08.2023 von Sabine Lange In einem anderen Leben Mein Wissen hegt' ich lang, heut' ist es real, Gefangen ohne Gitter, Leben das ich nicht verstand, Hab' Fluchten gesucht, glückstrahlend als Kind, In all' meinem Tun, in all' meinem Sein, aus: In einem anderen Leben - Katarina Grgić • Sonderband des diesjährigen Lyrik-Wettbewerbs. S. 65 ISBN 978-3-8280-3743-4 Sabine Lange ist eine der drei Gewinnerinnen und Gewinner. |
Gedicht des Monats Juli 11.07.2023 von Simon Felix Geiger Pizzabäcker Beruflich aufbrechend aus: In einem anderen Leben - Katarina Grgić • Sonderband des diesjährigen Lyrik-Wettbewerbs. S. 37 ISBN 978-3-8280-3743-4 Simon Felix Geiger ist einer der drei Gewinner und Gewinnerinnen. |
Gedicht des Monats April 03.04.2023 von Christoph Schmassmann Kaffeekranz Warm gebräunt – versprichst du Genüsse aus: Welt der Poesie. 22. Edition. S. 141 ISBN 978-3-8280-3679-6 |
Gedicht des Monats März 21.03.2023 von Gundi Albrecht-Boese Der Film des Lebens aus: Gedanken - Gundi Albrecht Boese (S. 25) ISBN 978-3-8280-3541-6 |
Gedicht des Monats Februar 07.02.2023 von Rita Kocher Junge Liebe Unter dem Kastanienbaum aus: Welt der Poesie. 22. Edition. S. 59 ISBN 978-3-8280-3679-6 |
Gedicht des Monats Januar 10.01.2023 von Reinhold Nisch Beginn von etwas Wir trafen uns auf einer Reise, mehr zufällig. Du warst sehr kalt, vielleicht, weil Frost herrschte. Die Silvesterparty in einer fremden Stadt des Kontinents war zart beschwingt, doch du warst spröde. Erst viele Tage drauf kamst du, ein kleines Wunder, zu mir - und freutest dich mit mir, - sehr zaghaft, aber doch, ich glaubte - für die Ewigkeit - bei dir zu rasten. aus: Sinnliche Bekenntnisse. S. 81 ISBN: 978-3-8280-3617-8 |
- 2022 - |
Weihnachtsgedicht 2022 von Erwin Frohe Weihnachten! Ein Engel lauscht still in die Nacht und leise rauschen seine Flügel da hört er wie ein Kindlein lacht … sanft schneit es auf dem Hügel. Er hängt sein Lichtlein an den Baum der Schnee knirscht leicht im Wintertraum … und Glöcklein klingen freudenhell von drüben von der Stadt der Weihnachtsmann der schreitet schnell damit auch jeder seine Freude hat. Es klingen Lieder in der Nacht und es ist Glück und Frieden was unser’n Engel glücklich macht … denn es sind seine Lieben. Sanft glitzern die Kristalle und bunter Lichtschein kommt herüber der Weihnachtsmann beschenkt sie alle … im nächsten Winter kommt er wieder. Die Vöglein kuscheln sich im Nest das Kind ruht in der Wiege die Welt hält eine friedvoll Rast der Engel wünscht, dass es so bliebe. Wir wünschen all unseren Autorinnen und Autoren, dem gesamten Team und allen Bücherliebhaberinnen und Bücherliebhabern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2023! |
Gedicht des Monats Dezember 01.12.2022 von Sigrid Steinke Christröslein Von der Polarluft eis’gem Hauch aus: Welt der Poesie. 21. Edition. S. 133 ISBN 978-3-8280-3626-0 |
Gedicht des Monats November 01.11.2022 von Frank Delonie Der Literat Der Literat sitzt parat als Buchstabenakrobat, aus: Welt der Poesie. 22. Edition. ISBN 978-3-8280-3679-6 |
Gedicht des Monats Oktober 04.10.2022 von Elisa Adam Meeresrauschen aus: Wenn Worte Blühen. Literatur de luxe. Band 5. S. 16 ISBN 978-3-8280-2632-1 |
Gedicht des Monats September 01.09.2022 von Sabine Wich Abschied vom Sommer Sommergraue Weiden aus: Welt der Poesie. Band 17 (S. 132) ISBN 978-3-8280-3417-4 |
Gedicht des Monats Juli 01.07.2022 von Lena Jörk Was bleibt denn, wenn ich einmal geh? Lena Jörk ist eine von drei Gewinnern*innen des Lyrikwettbewerbs 2022 "Wenn ich einmal nicht mehr bin". |
Gedicht des Monats Juni 01.06.2022 von Peter Kleine Was ich hier in Klarheit sage, Kinderseele einst behütet, Plante fest, die Welt zu bessern, Erhabenes stimmt‘ hoffnungsvoll, Geborgenheit macht´ stark und schafft Auch trug das Leben öfter Trauer, Der Heil‘ge Gral ward nicht gefunden, „Lass dir nicht den Kindheitsglauben Peter Kleine ist einer von drei Gewinnern*innen des Lyrikwettbewerbs 2022 "Wenn ich einmal nicht mehr bin". |
Gedicht des Monats Mai 03.05.2022 von Jasmin Treyße Einzig die Erinnerung W arum siehst du mich so an A lles gegeben, was ich kann S ag, wirst du an mich denken? B leib noch eine Weile bei mir, sei ganz Mein L ass mich nicht umsonst gewesen sein E inen Moment nur, kannst du ihn mir schenken? I ch gehe, mit dir in meinem Herz B itte - vergiss mich nicht T ät ich selbiges doch auch für dich Jasmin Treyße ist eine von drei Gewinnern*innen des Lyrikwettbewerbs 2022 "Wenn ich einmal nicht mehr bin". |
Gedicht des Monats April 12.04.2022 von Dahee Tem Frühlingsblüten
aus: Wenn Worte blühen. Literatur de luxe. Band 5 - Dahee Tem (S. 182) ISBN 978-3-8280-3632-1 |
Gedicht des Monats März 01.03.2022 von Roswitha Charlotte Schwenk Blütenzauber im Land des Lächelns berührt der Mond sanft die schlafenden Kirschblüten trägt ihren Duft durch die Nacht und in der Morgenröte atmet der Tau den Liebreiz des kühlenden Windes durch den Schleier der Zeit ein flüchtiger Augenblick verweilt wie der Schatten des Mondes im Licht aus: Welt der Poesie 21. Edition - Roswitha Charlotte Schwenk (S. 125) ISBN 9783-8280-3626-0 |
Gedicht des Monats Februar 01.02.2022 von Heidrun Stödtler Majoran duftendes Haus fettiger Därme Fleisch dreht sich im alten Wolf das Karussell jault löst den Guss der Jahre fließt in glitschige Hände der Schlachter braucht Schnaps verschüttet ihn zitternd neben den Messern auf salzigem Brett bröselt Majoran über schmierige Wege fliehen Spinnen Mäuse schnuppern vorm Schrank auch ohne Würste Gerüst der Löcher das Haus fast gestorben neben dem Mist wuchernde Kräuter geben noch Kraft die Alten in Truhen verborgen Schürzen mit Taschen voll Duft aus: In der Mitte der Welt - Heidrun Stödtler (S. 47) ISBN 978-3-8280-3670-3 |
- 2021 - |
Gedicht des Monats Dezember 15.12.2021 von Hilde Mai Advent Wie leuchten die Augen im Advent, zur Freude uns ein Lichtlein brennt. Im Zimmer geheimnisvoll Wohlgerüche, Bratäpfel, Gebäck sind aus Omas Küche. Und die geschnitzte Pyramide sich dreht, auf der die Krippe vom Jesuskind steht. Der Enkel lauscht nun dem Märchen, der Sage, rot glühn seine Wangen an diesem Tage. Der Opa behaglich die Pfeife stopft. Und an der Futterglocke ein Waldvöglein klopft. Die Dämm'rung vom Fenster lässt Kälte nicht rein, die kleine Familie spürt ihr Geborgenheit. Wird's vierte Lichtlein dann angezündet, der Tanne Lichterglanz von der Weihnacht kündet. Vorfreude - du trauter Gast mit willkommenem Schein, Lass mich Erwartungsvoll wie die Kinder sein. aus: Stern der Weihnacht - Hilde Mai 978-3-8280-3332-0 |
Gedicht des Monats November 11.11.2021 von Evert Sanders Novembertage Der November wird kaum einen Liebhaber finden, es sei denn, ein Mensch feiert Wiegenfest. Sein Walten betrübt uns mit feucht-kalten Winden, mit Dunkelheit, Grautönen, kahlem Geäst. Auch Sturmregen zählt zu Novembers Waffen. Und oft verwünschen wir die nassen Peitschenhiebe. Doch nur dank ihrer Tänze kann der Feuerball schaffen, was ohne ihr Toben fruchtlos bliebe. Denn wenn als Bruder der Sonne der Wind nicht wär', blieben im Lande die Kornspeicher leer. Und fehlte die regendurchfeuchtete Krume sprössen weder Baum noch Blume. Wir müssen Wind und Regen als Freunde begreifen, welche wirken, dass uns're Ähren reifen, und neue Blüten und Fruchtknospen sprießen. In Dankbarkeit lasst uns November begrüßen. aus: Welt der Poesie, 21. Edition - Evert Sander (S. 112) ISBN: 978-3-8280-3626-0 |
Gedicht des Monats Oktober 26.10.2021 von Dieter Picklapp Das Wetter Täglich fällt vom Himmel Regen zu des Wachstums Wohl und Segen. Zu des Menschen größter Wonne scheint ihm danach wieder Sonne. Des Wetters Zwiespalt ist extrem, die Sonne wettert angenehm, des Regens nasse Feuchtigkeit vermählt sich mit der Trockenheit. Doch alles, was dazwischenliegt, macht sich dem Menschen unbeliebt, und Stimmungsbarometerretter ist oftmals nur noch Sonnenwetter. aus: Geistesblitze - Menschliche Schwächen - Dieter Picklapp (S. 45) ISBN: 978-3-8280-3651-2 |
Gedicht des Monats September 22.09.2021 von Sonja Dworzak Herbsttage Der Herbst in seinen schönsten Farben Wandelt in gelben Tönen die Natur, Die Bäume, reich mit Frucht beladen, Zieren bunt leuchtend Wald und Fluren. Der Tag mit warmen Sonnenstrahlen Erblüht in herbstlich frischem Glanze, Wo letzte Rosen ihre Blüten falten, Vereinen Schmetterlinge sich zum Tanze. Ein Netz mit tausendfachen Fäden Ins Strauchgewirr kunstvoll hineingewebt, Manch Spinnen, ihr Geflecht gestaltend, Lauern unermüdlich auf Getier. Nächtlicher Tau benetzt die Wiesen, Die nur mehr wenig Blumen tragen, Langsam werden die Abende länger, Die lauen Winde wehen kalt und rau. aus: Ich atme ein und aus die Welt - Sonja Dworzak (S. 38) ISBN: 978-3-8280-3622-2 |
Gedicht des Monats August 24.08.2021 von Bernd Michael Hanel Märchenhafte Ferien auf Hiddensee I Es gab Sonne, Es gab Mond, Wie Glas schimmernde Tautropfen, Spinnennetze und Meer. Meer und regenbogenfarbene Himmel. II Es gab Nebel, Es gab blühende Heide, Reife Mehlbeeren und schwarzen Holunder. Dann noch die Geräusche von Vogelschwärmen, Lärmende Spatzen und Wieder Meer. Meer und haltlosen Dunst. III Es gab Regen, Es gab feuchte Wiesen und Schwermütige Stürme, Silberne und kupferne Sonnenstrahlen. Es gab tanzende Schwalben, Gebratene Fische, feinen Tabak Und wieder das Meer, Absinthgrünes, schwarzes, blaues Meer. IV Süße Sinnlichkeit gab es, Und es gab dich. aus: Wir, die wir mitten im Leben steh'n - Bernd Michael Hanel (S. 72-73) ISBN: 978-3-8280-3609-3 |
Gedicht des Monats Juli 20.07.2021 von Steffen Teichmann Mein Schmetterling Sonett 306 Zieht's mich zu dir, zu dir in die Wiese, will es singend, singend in mir werden, und ich wünsch' mir, wünsch' mir deinen Arm, der mich nimmt und warm umfangen hält. Fliegst du zu mir, zu mir in die Wiese, will es in mir flattern, singend werden, und ich wünsch' mir, wünsch' mir deinen Arm, der mich nimmt und warm gefangen hält. Fliege zu mir, sei mein Schmetterling, zärtlich hab' ich dich in meinem Bauch, leg' dich zu mir, zu mir in die Wiese. Liege bei dir, bei dir in der Wiese, bin dein Falter weich auf deinem Bauch, flattere um dich, bin dein Schmetterling. aus: Sinnliche Bekenntnisse - Erotisches Geflüster über Liebe und Leidenschaft. (Seite 107). ISBN: 978-3-8280-3617-8 |
Gedicht des Monats Juni 16.06.2021 von Carmen Quantius Zwischen den WeltenIch sah noch die Lichter am Ufer der Meere, eben, ach, war ich noch hier, war ich da, doch nun lieg ich still und ich schau in die Leere, wo mir die Ferne auf einmal so nah.
Der Klang jener Wellen wird leise und leiser, Sterne verblassen zu Nebel und Grau, ich rufe und schreie und fühle mich heiser, kalt ist die Seele, die Winde sind lau.
Hinfort meine Wege, vom Denken zertreten, wieder und wieder ergreif ich die Flucht und lausche dem Treiben, dem Wechsel und Steten, ewig gefangen im Schatten der Bucht. Carmen Quantius ist eine von drei Gewinnern*innen des Lyrikwettbewerbs 2021 "Wenn es dunkel wird in mir". |
Gedicht des Monats Mai 18.05.2021 von Johan Crim Todessehnsucht
Johan Crim ist einer von drei Gewinnern*innen des Lyrikwettbewerbs 2021 "Wenn es dunkel wird in mir". |
Gedicht des Monats April 21.04.2021 von Mirjam Rebhan
Manchmal Manchmal
Mirjam Rebhan ist eine von drei Gewinnern*innen des Lyrikwettbewerbs 2021 "Wenn es dunkel wird in mir". |
Gedicht des Monats März 10.03.2021 von Regina Franziska Fischer IM FRÜHLINGSRAUSCH Mit halb geschlossenen Augen Den Frühling verkosten Die Sprache der Amsel verstehen In ihrem sinnlichen Gesang und In die hungrige Seele Fließen lassen Mit halb geschlossenen Augen Den Abendhauch tief einatmen Einlullend empfängt er Dich Gleich einem Seidenschleier Vor der ersten Frühlingsnacht Erwachen mit neugierigen Augen Wiesen und Wälder im Frühlingskleid Durchstreifen und ersten zarten Blüten die verdiente Kusshand Zuwerfen Alles im kostbaren Werden Nie mehr vergehen... in Liebe für meine Schwester Christine Pollok zu ihrem 65. Geburtstag. Happy Birthday! aus: Roland Watzke (Hrsg.) "Wenn Worte blühen. Literatur de luxe. Band 4" ISBN: 978-3-8280-3600-0 |
Gedicht des Monats Februar 10.02.2021 von Susanne Gehrke Weiße Flocken Weiße Flocken schweben nieder, ihre Freunde mitgebracht, toben, tanzen, singen Lieder, ergreifendes Lachen durchdringt die Nacht, weiße Flocken vom Winde getragen, heller Schein, ein Funkeln nur, der Wind, der Wind, muss es ertragen, in seiner Liebe verfolgt er die Spur, eine Flocke hat es ihm angetan, er pustet, lächelt und feuert sie an, die Schöne, die Schöne nimmt ihn nicht wahr, so wartet er aufs nächste Jahr.
aus: Susanne Gehrke "DEIN WEG ZU DIR - Gedichte, die das Leben schrieb" ISBN: 978-3-8280-3522-5 |
Gedicht des Monats April16.04.2020 von Christine Pollok Du bist da für Wilhelm Ganz und gar eins, verliebt in deine Seele, überwinde ich Zeit. Wandere mit dir durch Tag und Nacht und sehe dich im ersten Licht des Erwachens. Das Tor ist weit, sanft meine Flügel des ruhenden Geistes. Wie könnte ich zweifeln im Urknall meines Seins mit Sonnenstaub im Haar der kosmischen Klänge? Du bist da. Ganz einfach. aus: Christine Pollok "Jetzt ist ewig" ISBN: 978-3-8280-3242-2 |
Gedicht des Monats Augustvon Maria Quinius Zeit zu Zweit
Ich denke in so mancher Stunde, für mich jede Sekunde, Haut auf Haut, Die Sehnsucht treibt mich zu dir, wie der Wind die Wellen |
Gedicht des Monats23.04.2019 von Rüdiger Freiherr von Neubeck Ostern 2019 © Rüdiger Freiherr von Neubeck, 2019 |
Gedicht des Monats Dezember01.12.2018 von Anna-Lena Mutschall Und wenn Und wenn meine Lippen auf ewig schweigen – Und wenn meine Liebe zu dir fliegen könnt' – so würd sie sanft dein Antlitz berühr'n; sei mir das Glück mit dir nur einmal noch gegönnt: Doch nie wieder – werd' ich deine Hände in den meinen spür'n? Und wenn noch immer meine Seele stumm nach deiner ruft – so bleibt's mein Geheimnis doch auf immer dar; war unser Ende auch tragisch und verflucht: Weiß ich doch, dass es unvergesslich: echte Liebe war! aus:Johann-Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie – Almanach deutschsprachiger Dichtkunst – 17. Edition"ISBN: 978-3-8280-3417-4 |
Gedicht des Monats November 01.11.2018 von Ricardo Gondim Meine Seele hat es eilig Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt als die, die ich bereits durchlebte. Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Packung Süßigkeiten gewann: Die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es sie wirklich zu genießen.
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Gedicht des Monats August 01.08.2018 von Roland Watzke Dichte Zeiten Und manchmal gibt esdichte Zeiten ... – des Dichters Zeiten – Zeiten voller Ereignisse. Es passiert vierzig Jahre nur Alltägliches, wenig ... Und dann überschlagen sich die Dinge Dichte Zeiten, des Dichters Zeiten!aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Wenn Worte Blühen – Literatur de luxe – Band 1"ISBN: 978-3-8280-3431-0 |
Gedicht des Monats Juli 01.07.2018 von Evelyn von Wietersheim Treibstoff Sehnsucht
aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Wenn Worte Blühen – Literatur de luxe – Band 1"ISBN: 978-3-8280-3431-0 |
Gedicht des Monats Juni 01.06.2018 von Manfred Elsässer
Die wunderbare AdelheidEs ist für mich die Adelheid,egal, ob mit, ob ohne Kleid, für heute und für alle Zeit im ganzen Lande weit und breit die wirklich allerschönste Maid; und dabei ist sie sehr gescheit. Das sage ich ganz ohne Neid. Ich gebe gern ihr das Geleit, egal, ob's regnet oder schneit und ob der Weg auch noch so weit. Und wenn dann jemand zu mir schreit: "Ich hab mich doch ihr geweiht", dann scheue ich auch keinen Streit und trage gern auch manches Leid. Für sie bin dazu ich bereit; es fehlt mir dazu nie der Schneid. aus:Manfred Elsässer"Von oben gehoben"ISBN: 978-3-8280-3428-0 |
Gedicht des Monats Mai 01.05.2018 von Werner Hauke Du bist
aus:Werner Hauke"Bremsvorgänge"ISBN: 978-3-8280-3433-4 |
Gedicht des Monats April 01.04.2018 von Winfried Aurich Das Buschwindröschen – Anemone
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Gedicht des Monats März 01.03.2018 von Anne David Fernweh
Auf einem Bahnsteig stehen. Züge kommen, fahren weiter. Ahnung lockender Ziele Vertrauten Bahnsteig Und doch So steht man Warum aus:Anne David"Gedankenspiele über Nichts und Alles"ISBN: 978-3-8280-3427-3 |
Gedicht des Monats Februar 01.02.2018 von Mia Lada-Klein So wie du bist will ich dich haben. So wie du bist, ganz und gar, will ich dich lieben. Mit allen Schattengestalten, die um dich herumtanzen. Mit allen Blessuren, die das Leben auf die und in dir hinterlassen hat. Mit allen irren und wirren Gedanken, die kommen und gehen. So wie du bist und nicht anders, will ich dich. Mit allen Splittern in deinem Herzen, die der Vergangenheit geschuldet sind. Ich will dich mit allen Dämonen, die dich begleiten. Ich will dich nicht anders, nur so wie du bist. In deiner ganzen Einzigartigkeit, von Nebel und Magie umhüllt. Ich will dich als Lichtgestalt und als Schattenwesen. Sei wie du bist, was du bist, wer du bist, denn dafür liebe ich dich. aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie. 17. Edition"ISBN: 978-3-8280-3417-4 |
Gedicht des Monats Januar 01.01.2018 von Sabine Wich WinterDer Winter friert Worte ein in die Stille weißen Schnees. Heute und morgen werde ich schweigen, obwohl mein Herz in rauer Kälte brennen will. Die Starre hofft ... Geduld wird bald überwunden sein. Mein weißes Blut wird en Strom nicht entbehren, der nach dem ersten Bruch die Liebe schwemmen will. Meine Stimme wird sich erheben, den Ton gewahr seines Grundes, der im Frühjahr leise die Zweige färben wird. aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie. 17. Edition"ISBN: 978-3-8280-3417-4 |
Weihnachtsgedichte 2017 Weihnachtsgedanken (von Winfried Aurich) Des Herbstes Trauer geht zu Ende und Ruhe macht sich in uns breit, Mitten in der Winternacht 2017 (von Hilde Mai)Solang’ uns Gott einen Menschen sendet, der für uns da ist und dessen Liebe Güte spendet |
Gedicht des Monats Dezember 01.12.2017 von Marion Garbe Mein Winterland
Durch meine Träume hindurch Mit dem Frost bin ich gegangen, Vom Pfahl der Pferdekoppel Über mir aber ruhen aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Auslese zum Jahreswechsel. 26. Edition"ISBN: 978-3-8280-3413-6 |
Gedicht des Monats November 01.11.2017 von Christian Barsch Im Nachtschwarz
"Im Nachtschwarz wird des Menschen Ausblick klarer, aus:Christian Barsch"Miniatur-Dialoge"ISBN: 978-3-8280-3396-2 |
Gedicht des Monats Oktober 01.10.2017 von Alli Wolfram
BlätterverwandtschaftTanzend in den Winden fliegend, Weinig von dem einst so grünen, (Sechs Monde später grünt es wieder aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Ly-La-Lyrik. 27. Band"ISBN: 978-3-8280-3391-7 |
Gedicht des Monats September 01.09.2017 von Hans-Ulrich Schneider Das Glühwürmchen
An einem schönen Tag im August,
aus:Hans-Ulrich Schneider"Der Schmetterlingsstrauch und andere Gedichte"ISBN: 978-3-8280-3408-2 |
Gedicht des Monats August 01.08.2017 von Adèle Lukácsi Ein Strauss WorteEin Strauss Worte |
Gedicht des Monats Juli 01.07.2017 von Thomas Helmer |
Der Raum ist still |
aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Ly-La-Lyrik. 27. Band"ISBN: 978-3-8280-3391-7
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Gedicht des Monats Juni 01.06.2017 von Friedrich J. Minde Zwei Enden zur Schleife
Ganz ungehärtet die Existenz Kleinblütiger WildkräuterUnd unter dem PechglanzVon außen angreifender
Eiserner Reifen Wunden sie bluten uns blind –Wahrnehmungsaufgabe fremdenGefühls – dass eine FürhilfeGleichsinnigSchwindendem Wind – dass sieDer Schwere schwach widerspricht
Blind müssen Augen uns weinen –
Bewusst aber der SchlangeGespaltener Kuss: Wenn er dieDoppelfigur dieÖffnet sich auf den GrundWo Unberührbares aufscheintFüll mir die Wunden mit Tränen –Bis sie uns Augen sind
aus:Friedrich J. Minde"Blauton und Turbulenzgeräusche"ISBN: 978-3-8280-3382-5 |
Gedicht des Monats Mai 01.05.2017 von Winfried Aurich Frühlingserwachen
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Gedicht des Monats April 01.04.2017von Karin Walter
Wolkenreise Kommst du mit auf eine Wolkenreise?Das tut gut auf eine beruhigende Weise.Du brauchst nur einen klaren Blickund ich verspreche dir, du kommst erholt zurück.
Setze dich gemütlich auf einen bequemen Platz,von dem du Sicht auf ein Stück Himmel hast.Dann schau dir nur die Wolken an,wieviel man in ihnen sehen kann.Sie ziehen vorbei in tausend Formen.Sie unterliegen keinerlei Normen.
Schon beim Betrachten wird es still in dir.Und manchmal entdeckst du dort oben ein Tier,das aus den vorbeiziehenden Wolken entsteht.Du schaust ihm nach und fragst dich,wohin wohl seine Reise geht.
12.09.2016aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Ly-La-Lyrik. 27. Band"ISBN: 978-3-8280-3391-7 |
Gedicht des Monats März 01.03.2017von Hans-Ulrich Schneider
Das Schneeglöckchen Der Winter neigt sich seinem Ende entgegen,noch liegt Schnee auf Feld, Wiesen, auf allen Wegen.Die Natur hat ihren Kreislauf auf Sparflamme geschaltet,sie spart ihre Energie, die sie verwaltet.
Bäume und Sträucher haben ihre Blätter verloren, Blumen wie Rosen und Nelken sind erfroren.Alles wartet auf die wärmende Sonne,auf einen Frühling voller Wonne.Die triste Jahreszeit mag ich nicht leiden. Muss mich gegen die Kälte oft dick einkleiden.Ich schaue beim Spazierengehen suchend über die Zäune,mich interessieren nicht die Bäume,
ob ich im weißen Schnee den grünweißen Farbklecks sichte? Der gehört nämlich zum Schneeglöckchen, über das ich hier dichte.Durchstoßen diese graziösen Blümchen die schützende Decke,weiß mein depressiver Nachbar, der wohnt um die Ecke,
dies ist ein Zeichen, dass die Tristesse ist zu Ende. Die Schneeglöckchen Zeichen auf Erfahrung die Wende.Der Frühling steht vor den Toren,der lange, kalte Winter hat verloren.
So hat das blühende Schneeglöckchen erreicht, dass die gedrückte Stimmung beim Nachbarn weicht.Das Schneeglöckchen macht uns Menschen Mut,der klirrenden Kälte trotzen kann es gut.
Die Kraft zum Überleben steckt in der Erde, eine Zwiebel garantiert, dass aus ihr ein Frühlingsbote werde.So zeigen sie mit ihrem Erscheinen an,der kalte Winter geht, nur wann?
aus: Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie. 16. Edition"ISBN: 978-3-8280-3358-0 |
Gedicht des Monats Februar 01.02.2017von Walter HeczkoWinterstilleWinterstille;es rührt sich kaumder Flockenfülledick in jedem Saum.Der Tannen grünes Kleidweiß bedeckt;Sträucher Nacktheitjetzt versteckt.Wohin das Auge blickend,prank's hell aus Baum wie Busch;bizarr, doch auch entzückendliegt weiter Wald im winterlichen Tusch.
aus: Walter Heczko"Jahreszeitliche Impressionen"ISBN: 978-3-8280-3226-2 |
Gedicht des Monats Januar01.01.2017von Anne David
Lebe JetztDu lebst in der Welt von morgen,während dir das Heute durch die Finger rinnt.Lass deine nichtigen Sorgen,sieh zu, daß das Leben jetzt beginnt.Laß die alten Klischees vom Glücklichsein,Glück ist allein dein Vorhandensein,all die in dir steckenden Möglichkeiten,weck sie auf, laß sie schon heute streiten.Deine Zeit ist begrenzte wie alle Zeit.Eines Tages tut dir Versäumtes leid,nicht gedachtes und nicht genutztes Gut,nicht erkannter und nicht genutzter Mut.Drum besinne dich jetzt auf deine Kraft,denn man schafft nur das, was man selber schafftund die alten Klischees des Glücklichseinswechsle ein in das Glück des Vorhandenseins.aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Ly-La-Lyrik. 26. Band"ISBN: 978-3-8280-3320-7 |
Gedicht des Monats Dezember01.12.2016von Hilde MaiSchweigend ruhtSchweigend ruht der weiße Tann.Silbersternchen funkeln von den Zweigen.Mützen voller Schnee sich neigen,heimisch fühlt der Sonnenhauch sich an.
Bei der Schonung gibt es eine Fährte.Ist der Fuchs, den ich vom Fenster sah,hier im Waldgebiet nah?Ausgemergelt er nach Futter spähte.Plötzlich unterbricht die Stille dortKrächzen von der Nebelkrähe,die ich auf dem Eichbaum sehe.Als sie auffliegt, stiebt der Schneestaub fort.aus:Hilde Mai"Stern der Weihnacht"ISBN: 978-3-8280-3332-0 |
Gedicht des Monats November04.11.2016von Susen PaulHerbstzeitIn Herbstgezeiten die Blätter streben, dem Baum entgleiten, dem Boden entgegen. Die bunte Pracht wie Teppich hernieder, ein Blätterdach dem Ast zuwider. Dem Bunten verfallen zu schwach sein Leben, dem Geäste wallen, von Kahlem umgeben. Sie buhlen sodann wer erst getragen, dem Boden voran, in Windestagen. Im sachten Schoß der Briefe ein Blatt sich wiegt, im Vergehen der Sommerwiese der Regen es besiegt. Doch wenn die Sonne sich traut heraus, über bunter Blätterwonne dem Regen ein Graus. Und als Antwort nun, Himmel, sprich, ein bunter Schimmer sich um ihn schlich, der Regenbogen schon entfach' dort oben über dem Blätterdach. aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie. 16. Edition"ISBN: 978-3-8280-3358-0 |
Gedicht des Monats Oktober11.10.2016von Bernhard KlingerHerbstDie Sonne sich nun Tag für Tag ein bisschen neigt,der Sommer hat dem Herbst die Hand gereicht!Am Morgen glitzert ein Spinnennetz im Tau,am Nachmittag treiben filigrane Fäden durch das Himmelsblau.
Auf den Stoppelfeldern die Kinder lachen –lassen steigen bunte Drachen.Über den Feldern kreist ein Schwarm von Tauben –an den Hängen reifen nun die letzten Trauben!Menschen schütteln nun das Obst vom Baum,die Welt versinkt in einem Traum.Durch das Dorf streicht ein einsamer Hund,an den Bäumen wird das Laub nun bunt!Nachdenklich sitzt du im milden Licht auf einer Bank –denkst an längst verflogenen Zank.Ein Kind spielt mit seiner Mutter auf den Wiesen,auch sie wollen die letzten Sonnenstrahlen genießen!Viele denken nun zurück, mit ein bisschen Plage,an verflossene heiße Sommertage!Die Glocken läuten vom nahen Dom –ein Schiff zieht seine Bahn im glänzenden Strom!Eine alte Frau sitzt versonnen am rauschenden Fluss,an was sie wohl jetzt denken muss?
Und wenn der Regen dann macht alles so richtig nass, sagen wir dennoch: auch der Herbst bringt uns Spaß.Kinder sich im Matsch so richtig versauen,zu Hause aus Kastanien Männchen bauen!Bald in der Küche Nüsse knacken,dann die ersten Plätzchen backen.Im Park bei Nässe spazieren gehen,graue Fetzen wabern sehen!
Ein junges Pärchen lehnt an einer feuchten Wand – und sie geben sich vielleicht gerade jetzt für's Leben nun die Hand.
Dann, eines Morgens beim Wandern, werden dir die Finger steif, denn auf den Feldern liegt glitzernd der erste Reif.
Und bald, das wird jetzt wohl bedacht, übernimmt der Winter das Zepter, mit Macht!aus: Bernhard KlingerSchneeflockenfensterISBN: 978-3-8280-3350-4 |
Gedicht des Monats September06.09.2016von Irmgard SchreinerHeimkehr Zu den Gedichten kehr ich heim,weg vom Hasten, Alltagsjagen,hin zu wesentlichen Fragen,ich kehre heim vom Schein.Zum Lieben kehr ich heim, weg von Vorurteil und Hassen,hin zum Los – und Geltenlassen,zum Lieben kehr ich heim.Zu den Gebeten kehr ich heim, weg vom Haben, bürgerlichen Gelten,hin zu anderen höh'ren Welten:Ich kehre heim zum Sein. aus: Irmgard SchreinerSuch mich im GegenwindISBN: 978-3-8280-3355-9 |
Gedicht des Monats August01.08.2016von Hildrun Hauthal-Stegner
Mallorca-Sommer für Urlauber Mallorca – Wunderland?Hübsch ist der Strand,frühmorgens meistnoch unbekannt.
Heiß ist die Luft, voll Küchenduft,der langsam nurins All verpufft.
Laut ist die Nacht. Sie dröhnt und lacht,wenn spät erst dieMusik erwacht.
Was einst vertraut, man nicht mehr schaut.Natur wird mehrund mehr verbaut.
In Reih' und Glied, recht für's Gemüt,schmort man in Ruh'der Bräune zu,schwitzt wie das Land,sonnenverbrannt.Schwärmst du dann nochvom Wunderland?aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Reise, reise!"ISBN: 978-3-8280-3344-3 |
Gedicht des Monats Juli05.07.2016von Walter HeczkoBadewetterKaum geht ein linder Windzug durch Alleender Stadt, wie still schweigen alle Blätter.Nur blauer Himmel ist zu sehn;und heut ist Sonntag, obendrein das schönste Badewetter.Wen zieht's da nicht zum Strandbadaus der Stadt; liegt's doch wie vor der Tür,wo g'rad'die Sonne lacht am schönsten hier.
Wo sich's läßt da aalen; den Tag genießt jung wie älter, die Familie, ob groß oder klein,und Kinder ritzen und malenin den warmen Sand noch mal die Sonne rein.aus: Walter Heczko"Jahreszeitliche Impressionen"ISBN: 978-3-8280-3226-2 |
Gedicht des Monats Juni01.06.2016von Ingolf Clausnitzer
Das Glück Glück, du bistdes Herzens Rasen,bist der Lippenfeuchte Spur,kommst ganz heimlichund gelassen,weil du Federbist auch nurleicht und leisein der Schwingeeines Vogels,der aufsteigtin des HimmelsWolkenringe,die ein neuer Tagmir zeigt.Und ich weiß,es wird auch wiedermit Gedulddas Ziel erreicht,dass der ganzenKraft der Gliederjeder Zweifelwirklich weicht.Das ist Glück,wie ich es nenne,wenn mir allesgut gelingtNicht, dass ichum Ehre renne,die vielleichtmir doch nichts bringt.Dieses Wollen,Wünschen, Bindenan der Hoffnungleichten Scheinlässt Zufriedenheitnur finden,schließt Bescheidenheit sie ein.aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie. 15. Edition"ISBN: 978-3-8280-3289-7 |
Gedicht des Monats Mai03.05.2016von Hans-Ulrich SchneiderDie BieneDie Sonne schien mir auf die Nase,lang ausgestreckt lag ich im Grase.Vor Wolllust hab ich mich gestreckt.Der Duft von Veilchen hat mich geweckt.Als ich so langsam zu mir fand,füllte ich meine Tasse bis zum Rand.Aß dazu ein Stück Honigkuchen,die Kaffeesahne musste ich suchen.Plötzlich hörte ich ein Brummen,von einer Veilchenblüte her kam das Summen.Es was eine Biene, die hatte entdeckt,dass mir im Grase der Kuchen schmeckt.Sie flog erst mal von Blüte zu Blüte,sammelte Nektar von feinster Güte.Sie arbeitete mit Fuß und Rüssel,hatte dafür keine große Schüssel.Sie brachte diese süße Speiseauf einer langen beschwerlichen Reisezu ihrer Brut im Bienenhause,machte danach eine kleine Pause.Sie zeigte dann die Richtung an,wo ihr Volk etwas holen kann.ich lag wieder lange ausgestreckt,das Summen von Bienen hat mich wieder geweckt.Ein Bienenschwarm kam geflogen,und stürzte sich ganz ungelogenauf die Reste von meinem Kuchen,meinen Teil musste ich dann suchen.Sie füllten ihre Mägen bis zum Rüssel,hatten zum Transport wieder keine Schüssel,mit Süßem von meinem Tellerverschwanden sie immer schneller.So sorgen die Alten für die Jungen.Sicher war es der Königin gelungen,sie zu überzeugen, die Waffen zu schonen,es würde sich für ihr Volk schon lohnen.So endete ein Tag im Lenz,zwischen mir und den Bienen in friedlicher Koexistenz.
aus: Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Ly-La-Lyrik. 26. Band"ISBN: 978-3-8280-3320-7 |
Gedicht des Monats April06.04.2016von Barbara Vogler
Flüstern Laß mich an deinenOhren knuspern,meinen Finger in deinenHaaren kringeln,meine Wange an deineHaut legen,meine Worte in deine Ohrenflüstern;und lach, bitte lach mit mirbis in denneuen Morgen.
aus:Barbara Vogler"Liebes Geheimnis"ISBN: 978-3-8280-3171-5 |
Gedicht des Monats März01.03.2016von Helmut BeckmannNächtlichesUnd die Erde lag im Arm der Sterne,alles schien der Nacht anheimgestellt.Meereswellen kamen aus der Fernewie aus Schößen einer andern Welt.
Träume flattern durch die Schweigsamkeiten in den Umhang jeder Phantasie.Träume, die nicht fliehen, nicht entgleiten.weil das Dunkel ihm die Bilder lieh.
Doch die Nacht ist leise weggegangen, hat ihr dunkles Kleid zurückgelegt,weil der Kirschbaum, wo die Vögel sangen,sich bei Licht mit neuem Leben regt.
aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Ly-La-Lyrik. 26. Band"ISBN: 978-3-8280-3320-7 |
Gedicht des Monats Februar01.02.2016von Manfred ElsässerWinterliche GedankenDen Winter habe ich jetzt satt,weil er so kalte Tage hat,und es verschafft mir jetzt Verdruss,dass durch den Schnee ich laufen muss.Da sehne ich mich jedes Malnach einem warmen Sonnenstrahl.
aus: Manfred Elsässer"In manelsischen Gefilden"ISBN: 978-3-8280-3312-2 |
Gedicht des Monats Januar13.01.2016von Hans Ebert
Das Gesetz, wonach man angetreten Wenn nicht mit Dir,lieber allein;so geht es mir,das ist mein Sein.aus:Hans Ebert"Trauer muss nicht nur Elektra tragen"ISBN: 978-3-8280-3302-3 |
Gedicht des Monats Dezember01.12.2015von Nancy SteinhoffWeihnachtsgrüße vom SchneeflöckchenNun ist es wieder mal soweit:Willkommen schöne Weihnachtszeit!Weiße Flocken fallen leise,beginnen ihre Winterreise.Über Berg und über Taltanzen sie in großer Zahl;und eines dieser dicken Flöckchenmit Mütze, Schal und Spitzenröckchenlässt Dich herzlich von mir grüßen,landet vielleicht auf Deinen Füßen,in der Hand oder im Gesichtund sagt Dir: Ich vergesse Dich nichtund wünsche Dir ein Weihnachtsfest,das keine Wünsche offenlässt,sowie ein glückliches Neujahr,dass alles besser wird, wie's war."aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie" (2014)ISBN: 978-3-8280-3246-0 |
Gedicht des Monats November03.11.2015von Christine PollokLebenfür WilhelmIch lebe meine Trauer.Ich lebe meine Liebe.Ich lebe mein Lebenund reiche dir die Handfür die Fülle.Du öffnest mir das Torfür die Leereund Beides ist einsim Glanz der Seeleund im Leuchten dessen,was unsterblich bleibt.Im Auge der Stillebebt mein Herz.aus:Christine Pollok"Jetzt ist ewig"ISBN: 978-3-8280-3242-2 |
Gedicht des Monats Oktober30.09.2015von Roland WatzkeMaßeinheitUnd habe gefundendas Maß der Liebe.Ich küsse dichalle zehn Meter.aus:Johann Friedrich Huffmann (Hrsg.)"Welt der Poesie"ISBN: 978-3-8280-3289-7 |
