Sophie Delest
Geboren 1982 in Lodz. Germanistin, M. Sc. in Professional Intercultural Communication, Übersetzerin, Künstlerin. Sie lebte in Lodz, Warschau, Magdeburg, Berlin, Riga, Celle, bis sie in Braunschweig landete. Von hier führt sie ihre Radiosendung „Hallo aus Braunschweig“ bei PolenflugNeo im Radio Flora in Hannover. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit stehen Geschichte, Sprache, Migration, Multikulturalität und Bewegung. Ihre Projekte haben oft den Anspruch einer sozio-psychologischen Kunst. Sie ist vor allem in Mittel- und Osteuropa tätig. Ihren Werken wurden Preise in internationalen Theaterwettbewerben und Film-festivals verliehen.
Zwischen den Welten
Ein Stück zur Einheit Deutschlands
Als 1989 Tausende DDR-Bürger über Prag und Ungarn in die BRD fliehen, fährt Ellen Schernikau in die Gegenrichtung und kommt nach 23 Jahren aus der BRD in ihre Heimat zurück. Sie beantragt die DDR-Staatsbürgerschaft, die sie im Oktober 1989 bekommt. Fünf Wochen später bricht das Land ihrer Sehnsucht zusammen.
Diese unglaubliche Geschichte ist der Ausgangspunkt für das Theaterstück „Zwischen den Welten“, das sich mit der Frage auseinandersetzt, warum Zuwanderer heutzutage in einem offenen Europa stellenweise mit ähnlichen Aussagen und Beurteilungen konfrontiert werden wie Ellen Schernikau vor über 50 Jahren in einem geteilten Europa. Hat sich diese Staatengemeinschaft wirklich so sehr seit dem Zusammenbruch des Sozialismus verändert, wie wir es glauben wollen? Wann ist ein Mensch frei? Warum ist Deutschland ein so heiß begehrtes Ausreiseziel? Und warum sagen gleichzeitig viele Migranten nach vielen Jahren oftmals, dass Deutschland für sie keine neue Heimat geworden sei?
68 Seiten • Paperback • EUR 10,00
ISBN 978-2-8280-3661-1a
Auch mit DVD erhältlich!
EUR 13,00 • ISBN 978-2-8280-3662-8a
Auch als E-Book erhältlich!
EUR 7,99 • ISBN 978-2-8280-3663-5
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REZENSIONEN
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Novo Argumente
„Insgesamt ist Delests Stück damit gut gelungen und kann seinen Anspruch, das Thema Migration auch durch die Brille von Immigranten zu betrachten, erfüllen. Gerne mal ansehen – das Buch ist auch mit einem DVD-Mitschnitt erhältlich.“
(Jörg Michael Neubert, Novo Argumente)
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Stimme der Hauptstadt
„Die Autorin verfasst [...] ihre persönlichen Erlebnisse auf dem Weg vom polnischen Lodz nach Westdeutschland und die Erfahrungen von Ellen Schernikau auf der Reise von der DDR in die Bundesrepublik Deutschland und dann wieder retour in die DDR. [...] Sophie Delest geht den Spuren von „normalen“ Leuten nach, die aus- bzw. übergesiedelt sind.“
(Volker Neef, Stimme der Hauptstadt)
AUTORINNENINTERVIEW
1. Was denken Sie, sind Ihre größten Stärken?
Als meine größte Stärke betrachte ich Hartnäckigkeit und Konsequenz in unternommenen Handlungen. Wenn ich etwas anfange, bringe ich dies auch zu Ende.
2. Was denken Sie, sind Ihre größten Schwächen?
Zu meinen Schwächen hingegen gehören unter anderem zu knappe Zeitplanung. Das Leben in der gegenwärtigen Welt beschleunigt sich und anstatt dagegen zu wirken, bei einigen alten Gewohnheiten zu bleiben, die größere Zeitpuffer sichern würden, lasse ich mich zu einfach in die Hektik des Alltags hineinziehen. Allerdings haben mir vor zwei Jahren sehr harte Ereignisse in meinem Leben beigebracht, dass jede Schwäche zu einer Stärke gemacht werden kann, man muss nur eine gute Strategie entwickeln. Ich suche gerade solch eine für meine jetzigen Schwächen 😉
3. Was war als Kind oder Jugendliche Ihr Traumberuf?
Als Kind wollte ich unbedingt Bilder malen.
4. Mit welcher historischen Persönlichkeit hätten Sie gerne ein Interview geführt?
Mit welcher historischen Person ich gerne ein Interview geführt hätte? Mit Maria Skłodowska – Curie, Polin, die als erste Frau Dozentin an Sorbona und Nobelpreisträgerin geworden ist. 2020 und 2023 dagegen hatte ich das Vergnügen, tatsächlich ein Gespräch mit einer historischen Persönlichkeit, nämlich mit dem Gründer von Solidarnosc, dem Friedensnobelpreisträger und dem ersten Präsi-denten Polens nach der Wende Lech Wałęsa, zu führen.
5. Gibt es einen Menschen, der Sie beeindruckt und inspiriert, und wenn ja, wer ist dieser Mensch?
Polnischer Historiker, Publizist und Politiker: Władysław Bartoszewski. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde er als Häftling in Auschwitz interniert und trotzdem arbeitete er später jahrelang für ein gutes Verständnis zwischen Polen und Deutschland.
6. Wenn Sie auf einer einsamen Insel stranden müssten und die Wahl hätten, ein Buch mitzunehmen, welches Buch würden Sie wählen?
Georges Perec: Das Leben Gebrauchsanweisung
7. Welches Ziel haben Sie vor Augen, wenn Sie schriftstellerisch tätig sind? Was sollen Ihre Texte bewirken? Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Werk wecken?
Mit vielen meiner Texte versuche ich, die Über-setzerin gewisser, weniger bekannter Perspektiven zu sein. Es liegt mir daran, dass Menschen kurz anhalten und in die Perspektive der anderen hineinschlüpfen.
8. Was ist Ihr perfekter Schreibort?
Perfekt wäre es, in einem Garten bei einer Holzhütte am Rande des Bialowieska-Urwaldes in Ostpolen oder irgendwo in der Natur in Skandinavien einen Schreibort zu haben. Die Wirklichkeit ist nicht so rosa: Es ist ein Schreibtisch in meinem Arbeits-zimmer. Manchmal das Bett.
9. Welchen Traum würden Sie im Leben gerne noch verwirklichen?
Eine Reise nach Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan.
10. Was ist Ihr Leitspruch?
Lebe, als ob dies Dein letzter Tag wäre oder mach mindestens etwas, um sich der Erfüllung deiner Träume zu nähern.
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