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SERBIEN - Sitten, Gebräuche und Landestypisches


Geburt in Serbien 

Zwei Monate nach der Geburt wird das Kind getauft und es wird ein großes Fest mit der ganzen Familie veranstaltet. Diese Tradition wird „babine“ genannt.


Hochzeit in Serbien

Eine serbisch-orthodoxe Hochzeit ist eine besonders intensive Feier, da sie sich oft traditionell über sechs Tage hinzieht. 
Den ersten Tag stellt die Verlobungsfeier dar. Alle Gäste versammeln sich und gehen vom Elternhaus des Bräutigams los, um die Braut abzuholen. Bei der Braut angekommen, wird mit ihrem Bruder um ihren Preis verhandelt. Wenn sich geeinigt wurde, kommt die Braut heraus. Nun wird die Ringübergabe durchgeführt.
Am zweiten Tag findet die Trauung statt. Dabei spielen besonders zwei Gegenstände eine wichtige Rolle: Ein Tuch, welches beide Eheleute während der Trauung bedeckt und zwei Kronen, mit denen sie zum Ehepaar gekrönt werden. Nach der Trauung auf dem Weg nach Hause tanzen alle den Volkstanz „Kolo“. Zuhause angekommen, wirft die Braut ein Sieb über das Dach, um zu zeigen, dass sie in der Lage ist, zukünftig den Haushalt zu führen. Bevor die Braut nun über die Schwelle geführt wird, muss sie einen jungen Knaben in die Luft werfen und anschließend auf die Wange küssen, um in der Zukunft mit vielen Kindern gesegnet zu werden. 


Tod in Serbien

In Serbien ist es üblich, dass der Tote aufgebahrt und von Anwesenden auf die Stirn geküsst wird. Am offenen Grab wird Zito getrunken und Speis und Trank sollen der Seele die Reise ins Unbekannte erleichtern. Anschließend zieht die Gesellschaft in die Wohnung des Verstorbenen weiter, um ihn dort erneut zu würdigen und es wird fröhlich gesungen. Damit ist der Prozess bei den Serben aber noch lange nicht abgeschlossen. Sechs Tage nach dem Tod (in einigen Fällen auch früher) findet eine zweite Messe statt. Genau 40 Tage nach dem Tod folgt die dritte Messe, dann hat die Seele des Verstorbenen das irdische Reich verlassen. Man trifft sich am Grab, trinkt wieder Zito und es wird eine Erinnerungsanzeige in der Zeitung aufgegeben. Sechs Monate später gibt es wieder eine Messe. Im dritten, fünften und zehnten Jahr des Todes gibt es erneut Erinnerungsmessen- und Anzeigen.


Feste und Feierlichkeiten in Serbien

In Serbien wird am „Krsna slava“, dem Tag des Familienschutzheiligen, ein Fest mit besonderen Bräuchen zu Ehren eines bestimmten christlichen Heiligen gefeiert, der als Beschützer der Familie gilt. Der bestimmte Ehrentag richtet sich nach dem Kirchenkalender. „Slava“ ist der Feiertag der christlichen Grundeinheit Familie, die an diesem Tag ihren Vorfahren durch Gebete gedenkt. Krsna slava wird in festlicher Atmosphäre und mit verschiedenen Festtagsspeisen gefeiert. Trotz der Bezeichnung als Familienfest sind außer der Familie oft auch Freunde bei den Feierlichkeiten dabei. Die am häufigsten gefeierten Heiligen Serbiens, sind der heilige Nikolaus, der heilige Johannes, der heilige Demetrius (Mitrovdan), der heilige Georg (Đurđevdan) und der heilige Erzengel Michael (Aranđelovdan).

Skurriles

In Serbien gibt es das Dorf "Smoljinac" in dem sehr viele luxuriöse Häuser, regelrechte Paläste und Burgen stehen. Viele Gastarbeiter, die zum Beispiel in Deutschland, Österreich oder der Schweiz arbeiten, investieren ihren Lohn aus dem Ausland in riesige Häuser, die jetzt hauptsächlich leer stehen, denn für die meisten nimmt der Lauf des Lebens einen anderen Gang und immer weniger kehren in ihr Heimatdorf zurück.