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PORTUGAL - Sitten, Gebräuche und Landestypische




Geburt in Portugal

In Portugal erhält das Neugeborene bei Geburt einen aus maximal vier Namensbestandteilen zusammengesetzten Familiennamen, der aus den Bestandteilen der Familiennamen von Mutter und Vater oder auch nur eines Elternteiles gebildet wird.


Hochzeit in Portugal

In Portugal wird die Braut bei sich zu Hause von ihren Freundinnen und weiblichen Verwandten angekleidet bevor sie den Weg in die Kirche antritt. In einigen Regionen Portugals wie den Norden ist es noch üblich, dass die Braut ein schwarzes Kleid trägt, dies soll ihre Treue zu ihrem Ehemann symbolisieren. Dazu wird häufig üppiger Goldschmuck getragen. In diesem Brautkleid lässt sich die Braut auch begraben. Da Portugal eine lange Tradition im Bereich der Stickerei hat, werden die Kleider oft aus bestickten Stoffen gefertigt. Bei der Trauungszeremonie wickelt der Geistliche beim Anstecken der Ringe seine Stola um die Hände des Brautpaares. Beim Auszug aus der Kirche wird das Paar mit Bonbons und Blumen beworfen – Reis oder Getreide ist in Portugal nicht üblich. Zu einer traditionellen portugiesischen Hochzeitsfeier gehört eine ausgiebige Fotosession. 
Als Geschenk wird häufig Geld überreicht, von dem sich das Paar häufig den Hausrat finanziert, denn im religiösen Portugal wohnen junge Paare bis zu ihrer Hochzeit noch oft bei ihren Eltern.
 Eine Tradition in Portugal besagt, dass das Paar das erste Stück der Hochzeitstorte nicht selbst verzehrt, sondern es einem unverheirateten Gast überreicht. Diese Geste soll diesem Glück bringen, selbst bald in den Stand der Ehe zu treten. 


Tod in Portugal

In Portugal wird in der Nacht vor der Beerdigung häufig eine Nachtwache in einer Kirche oder in einer Totenkammer gehalten, in der der Tote aufgebahrt ist. Hier nehmen Verwandte, Freunde und Bekannte Abschied.


Feste und Feiertage in Portugal

In Portugal gibt es das ganze Jahr über traditionelle Festtage. Dabei feiert jede Gemeinde ihr eigenes Fest, welches oft mit dem Stadt- oder Dorfheiligen verbunden ist. Die Portugiesen feiern zu Ehren eines Heiligen und zum Gedanken an ein Wunder oder eine Erscheinung. In abgelegenen Dörfern im nördlicheren Portugal finden besonders sogenannte „romarias“ statt, die man mit dem Fest der Kirchweih im katholischen Süden Deutschlands vergleichen kann. Nach der traditionellen kirchlichen Zeremonie gehen diese Feiern häufig in Volksfeste über und die Menschen feiern mit Musik, Tanz und Trank.


Skurriles

In Portugal steht die längste Brücke Europas. Mit 17,2 Kilometer verbindet die Ponte Vasco da Gama Lissabon mit den südlich des Tajo liegenden Städten. Die Brücke wurde zwischen 1995 und 1998 anlässlich der Expo ‘98 gebaut.