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NORD-MAZEDONIEN - Sitten, Gebräuche und Landestypisches




Hochzeit in Nord-Mazedonien

Auch heute werden Hochzeiten teilweise noch traditionell gefeiert und sind Versammlungsorte für viele Schaulustige. Den ganzen Samstagabend und Sonntag werden jahrhundertealte Rituale zelebriert. Eines dieser Rituale ist, dass der Bräutigam vor einem Brunnen rasiert wird, dies ist eine symbolische Handlung, die für die Loslösung von seinen Eltern steht. Der Braut wird ein Zaumzeug übergestülpt, als Zeichen für ihren Gehorsam. Eine Musikkapelle begleitet das Brautpaar die ganze Zeit über. 


Feste und Feiertage in Nord-Mazedonien

Am Tag des heiligen Kyrill und Method (christliche Prediger, die Mazedonien zum Christentum konvertierte) werden feierliche Gottesdienste veranstaltet. Der Staat organisiert verschiedene Kultur- und Bildungsangebote, bei denen an die Heiligen erinnert wird. 

Anfang August feiert man den St. Elias Tag, der mit dem langen Kampf der Mazedonier um Unabhängigkeit zusammenhängt. In den Städten finden Reiterparaden statt.

Anfang Herbst feiert man den Unabhängigkeitstag. Es finden große Paraden, Straßenumzüge und patriotische Aktivitäten statt und abends gibt es ein großes Feuerwerk.
Mazedonien ist außerdem weltbekannt für zwei Karnevale. Der Karneval im März in Strumice ist eine jahrhundertealte Feier speziell für Frauen im heiratsfähigen Alter, der Karneval von Vevcani ist das Erbe heidnischer Rituale. An diesem Tag kleiden sich Dorfbewohner in extravaganten Kostümen und nehmen so am Karnevalszug teil. Die Veranstaltung hat jedes Jahr ein bestimmtes Thema.



Skurriles

Deutsche Narren, die vor den großen Umzügen an Rhein und Ruhr schon mal vorheizen wollen, sollten am 12. Januar ins mazedonische Vevchani fahren. Vevchani war schon zu römischen Zeiten ein für seine Feste berüchtigtes Bergdorf. Hier gilt noch der alte julianische Kalender, daher fällt der Karneval in den Januar. Die Kostüme sind teils archaisch – und die Gelage dionysisch.