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ITALIEN - Sitten, Gebräuche und Landestypisches

 


Geburt in Italien

Babys in Italien werden gern rote Kleidungsstücke angezogen, diese sollen den bösen Blick vom Kind abwenden. Außerdem hängt man in Italien große Schleifen in hellblau oder rosa ans Haus, wenn in diesem Haus ein Baby lebt.


Hochzeit in Italien

Traditionell singt der Bräutigam unter dem Fenster der Frau, die er heiraten möchte, am Abend ein Lied. Außerdem legt er einen Holzstamm vor die Tür. Wenn sie den Antrag annimmt, holt sie den Stamm herein. Lehnt sie ab, rollt sie ihn von der Tür weg. Am liebsten wird sonntags geheiratet, da dies Glück bringen soll. Unglück bringt es allerdings, wenn die Braut bis zum Ringtausch etwas Goldenes trägt. Bei der Feier gibt es traditionell ein Buffet, entweder mit Spanferkel oder gegrilltem Lamm. Danach werden an das Brautpaar gezuckerte Mandeln verteilt, die das Süße und Bittere in der Ehe symbolisieren sollen.


Tod in Italien

In Italien zeichnen sich Friedhöfe und besonders die Grabgestaltungen durch ihre Liebe zu Kunst und Ästhetik aus. Wie auch in Deutschland findet man hier Reihengräber, von denen viele mit schlichten Kreuzen und Stelen gestaltet sind. Die häufigste Grabvariante stellt aber die des Grabsteins dar. Bei dessen Anfertigung werden häufig helle Natursteine verwendet, die im Glanz der Sonne eine besondere Atmosphäre schaffen. Wer es sich leisten kann, greift auf den in Carrara und Eritreer heimischen Marmor zurück. Dieser fand bereits im Zentralfriedhof von San Michele Verwendung. 

Wie die Römer bevorzugen die Italiener bis heute kleine Portraits aus Porzellan auf ihren Grabstätten. Auch sind auf vielen italienischen Friedhöfen große Skulpturen zu finden. Besonders Engel und individuelle Abbildungen von Familienmitgliedern werden am Grab aufgestellt und sollen so über den Verstorbenen wachen.Der Tod wird in Italien im Allgemeinen nicht tabuisiert, sondern ihm wird offen begegnet. 


Feste/Feiertage in Italien

Auch in Italien wird viel und gerne gefeiert. So zum Beispiel am 6. Januar zum Epiphanias, dem Tag der Erscheinung des Herrn. Dieser Tag ist in Italien ein hoher Feiertag, da er die 12 Weihnächte beendet. Die Nacht wird mit Feuern eingeleitet, es werden Geschenke verteilt und gefeiert. In der Nacht vor diesem Feiertag fliegt die Hexe Befana von Haus zu haus, da sie es verpasst hat, wie die heiligen drei Könige dem Stern von Bethlehem zu folgen. Auch der Ferragosto ist ein besonderer Tag in Italien. Er stellt den Wendepunkt des Sommers am 15. August dar. An diesem Feiertag sind in den Großstädten alle Geschäfte geschlossen, dafür feiern die Einheimischen oft mit ihren Familien an Stränden und abends gibt es ein Feuerwerk.


Skurriles in Italien

In vielen Städten Italiens gibt es skurrile Regeln und Gesetze. Einige haben wir hier zusammengetragen:In Palermo dürfen Männer nicht nackt am Strand liegen, Frauen allerdings schon.

Das Füttern der Tauben am Markusplatz in Venedig hat eine böse Konsequenz: Eine saftige Geldstrafe in Höhe von 450€.
Im Venezianischen Eraclea ist das Burgenbauen am Strand verboten.