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ISLAND – Sitten, Gebräuche und Landestypisches

 

Geburt in Island

Das isländische Recht kennt im Allgemeinen keine Familiennamen. Das Kind erhält in der Regel den Vornamen des Vaters im Genitiv mit der Nachsilbe „-son“ für Sohn oder „-dóttir“ für Tochter. 
In der Regel erhält ein Neugeborenes außerdem nicht direkt seinen Vornamen. Diesen erhält es meist erst sechs Monate nach der Geburt. 


Hochzeit in Island

Auf Island darf der Bräutigam der Braut auf keinen Fall ein Messer, eine Schere oder Nadeln schenken, da dies die Liebe zerschneiden würde.
Strömender Regen am Hochzeitstag bedeutet, es würde einen gewaltsamen Bruch der Ehe geben. Ein leichter, milder Schauer dagegen bedeutet Fruchtbarkeit, Glück in der Wirtschaft und harmonisches Gattenleben.


Tod in Island

Island ist für seine eigenwilligen Bestattungspraktiken bekannt und für seinen komplizierten Leichentransport.
In der heutigen Zeit folgen die Beerdigungen auf Island der Traditionen der „Chruch of Iceland“ – der dominanten Konfession in Island. Die Traditionen beinhalten teils sehr spezielle Riten wie beispielsweise die Eigenart, dass der Körper des Toten nicht einbalsamiert wird. Die maximale Zeitperiode zwischen Tod und Beerdigung beträgt in Island nur acht Tage. Unter speziellen Voraussetzungen, wie beispielsweise der Notwendigkeit einer Autopsie, kann diese Periode verlängert werden. Die notwendige Erlaubnis ist allerdings kompliziert zu bekommen und erfordert eine Menge zusätzlichen Papierkrieg.


Feste/ Feiertage in Island

Im Februar feiern die Isländer das traditionelle Fest „Þorrablót“. Dieser Name setzt sich aus den Worten „Þorri“ und „Blót“ zusammen. Ersteres ist eine alte Monatsbezeichnung, die für die Zeit von Mitte Januar bis Mitte Februar steht und zweiteres steht für ein Ritual mit Opfergaben für die Götter. Heutzutage wird bei dem Fest getrunken, getanzt und seit ca. 50 Jahren auch das traditionelle Essen „Þorramatur“ gegessen. Zu diesem Essen gehört sauer Eingelegtes wie Schafskopfsülze und Widderhofen, da es den Isländern früher wichtig war, dass ihre Nahrungsmittel im Winter lange haltbar sind. Dazu gibt es Steckrübenrei, Hangikjöt (geräuchteres Schafsfleich), gekochter Schafskopf und Hai, dessen Fleisch vor dem Verzehr ein paar Monate eingegraben wird und natürlich traditionell dazu den isländischen Branntwein „Brennivín“. Das traditionelle Essen dauert etwa 1 bis 2 Stunden und es wird immer wieder gesungen.


Skurriles in Island

Die meisten Isländer (rund 80 Prozent) glauben an Elfen. Daher werden zum Schutz dieser Wesen bis heute Straßen um Regionen herumgeleitet, in denen man Elfen vermutet. Dafür sorgt die offizielle Elfenbeauftragte.