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GRIECHENLAND – Sitten, Gebräuche und Landestypisches


Geburt in Griechenland

In Griechenland werden Neugeborene „goldene“ Art begrüßt: Freunde und Verwandte legen beim ersten Besuch traditionell Goldmünzen ins Babybettchen – heutzutage auch oftmals Geldscheine. Laut einem Aberglauben soll dies dem Kind zu einem wohlhabenden und geldreichen Leben verhelfen. 


Hochzeit in Griechenland

In Griechenland wird den Gästen vor einer Hochzeit die Einladung mit Süßigkeiten, den "Loukoumi" überreicht. In der letzten Woche vor der Hochzeit dürfen sich Braut und Bräutigam außerdem nicht sehen, da dies Unglück bringen soll. Nach der Zeremonie sammelt ein Verwandter der Braut die während der Zeremonie von den Gästen geworfenen Geldscheine ein, die der Braut dann ans Kleid geheftet werden.


Tod / Beerdigungsriten / Trauer in Griechenland

In Griechenland gab es schon immer Bräuche und Rituale, die sich mit dem Tod beschäftigen. Besonders in ländlicheren Bereichen, wie in kleineren Dörfern, bestehen gewisse Totenbräuche noch heute und sind fest verankert mit einer Glaubenswelt. Hier sterben Menschen oftmals zu Hause und– wenn sie spüren, dass der Tod naht – versammeln ihre Familienmitglieder gerne bei sich zu Hause, um sich von ihnen zu verabschieden. Dabei erteilt der Sterbende seinen Hinterbliebenen seinen Segen. Ein solcher Sterbefall stellt in vielen Dörfern ein öffentliches Ereignis dar, in das ein Großteil der Gemeinschaft mit einbezogen wird. Neben Familienangehörigen erscheinen daher auch Freunde, Bekannte und Nachbarn am Sterbebett, um sich zu verabschieden. 


Feste und Feiertage in Griechenland

Am 23. Mai wird in Griechenland der Nationalfeiertag zum Gedenken an den Freiheitskampf 1821 gegen die Türken zelebriert. Dabei finden große Paraden – zum Teil in Volkstrachten – statt und am 28. Oktober ebenfalls. Allerdings feiert man an diesem Tag den Nationalfeiertag „Ochi-Tag“ zum Gedenken an den Widerstand gegen die italienischen Besatzer im 2. Weltkrieg. In Thessaloniki findet zu diesem Anlass eine große Parade statt.

Auch die Griechen feiern Ostern, allerdings nimmt dieses Fest in der griechischen Kultur einen ganz anderen Stellenwert ein: für sie ist es das Fest der Feste. Die Höhepunkte zu Ostern sind die Prozessionen am Karfreitagabend und er Gottesdienst in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag mit anschließendem Osterfeuerwerk. Am Ostersonntag und Ostermontag wird dann anschließend ausgiebig gefeiert.   


Landestypisches / Skurriles aus Griechenland

  • In Griechenland wird nicht der Geburtstag groß gefeiert, sondern der Namenstag. Das rührt daher, dass rund 97% der Griechen der griechisch-orthodoxen Religion angehören und die meisten Namen der griechischen Bevölkerung auf christliche Heilige zurückführen, deren Todestage bei den Griechen als Gedenktage gefeiert werden. 
  •  Seit 2001 darf nur noch Käse aus Schafs- und Ziegenmilch, der auf den Inseln im Nordosten der Ägäis hergestellt wurde, Feta heißen.
  • Erst 1913 gelang es erstmals drei Bergsteigern, den Olymp, den Sitz der griechischen Götter, zu besteigen. Heute schaffen es jährlich 10.000 Menschen auf die Spitze des höchsten Bergs Griechenlands.
  • In Griechenland ist man nie weit vom nächsten Strand entfernt: Die längste Strecke, die man zum Wasser zurücklegen müsste, beträgt nur 137 Kilometer.
  • Wer als Busfahrer in Athen pünktlich seinen Dienst beginnt, erhält monatlich eine Prämie von 310€.
  • Die Kuppeln in Santorin sind blau angestrichen, um böse Geister zu vertreiben.
  • Auch Veganer haben in Griechenland eine große Auswahl an Speisen: Hinter dem Begriff nistisimo (νηστίσιμο=fasten) verstecken sich vegane Gerichte, da orthodoxe Griechen während der Fastenzeit bis auf den Konsum von Meeresfrüchten vegan leben.