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BELGIEN – Sitten, Gebräuche und Landestypisches


Geburt in Belgien

Gäste, die die junge Mutter und ihr Neugeborenes besuchen, bekommen in Flandern ein Geschenk übergeben. Nach altem Brauch handelt es sich dabei um ein hübsches Döschen, Töpfchen oder Säckchen mit Zuckermandeln, auch Zuckerbohnen (suikerbonen) genannt. In einigen Regionen nennt man diese Mandeln/Bohnen auch Geburtszucker (geboortesuiker). Sie werden mit einer Lage gefärbter Zuckerglasur umhüllt. Manchmal werden anstatt Mandeln auch Schokoladenbohnen verwendet. An der Verpackung dieses Geschenkes wird von manchen Eltern ein Schild befestigt, auf dem der Name des Babys und manchmal auch das Geburtsdatum steht. Die Bohnen/Mandeln gelten als Symbol für neues Leben und Fruchtbarkeit. Einige Familien verschenken diese Zuckermandeln/Zuckerbohnen auch bei der Taufe des Kindes an die Gäste. Dann werden sie aber nicht mehr „suikerbonen“ bzw. „geboortesuiker“ genannt, sondern „doopbonen“ (Taufbohnen).


Hochzeit in Belgien

Früherer Brauch: In Belgien überreichte früher der Priester der Braut im Namen ihres Bräutigams rote Handschuhe. Diese trugen die Bedeutung der heutigen Eheringe.
Handschuhe hatten im Mittelalter eine Rechtsfunktion. Da zu der damaligen Zeit nur wenige des Lesens und Schreibens mächtig waren, galt der Handschuh als Vertragsverpflichtung. Wenn eine Dame ihren Handschuh anbot, galt diese Geste als höchste Gunstzuweisung. Ritter trugen den Handschuh ihrer Dame unter ihrer Rüstung am Herzen oder stolz als Wimpel an ihrem Helm.
Vor dem Traualtar tauschten die Eheleute ihre Handschuhe als Symbol ihrer Liebe. Damit wurde der Vertrag besiegelt, den eine Heirat darstellt.


Tod / Beerdigungsriten / Trauer in Belgien

Rubrik wird noch ergänzt


Feste und Feiertage in Belgien

Der Karneval ist ein wichtiger Bestandteil der belgischen Kultur, vor allem in Binche wo er besonders zelebriert wird. Dieser wird noch in traditioneller Art und Weise gefeiert. Generell haben Prozessionen und festliche Umzüge im überwiegend katholischen Belgien einen hohen Stellenwert. Berühmt sind außerdem die großen Feste die „Fête des Rois“ in Tournai und der „Ommegang“ in Brüssel, welcher ursprünglich zu Ehren von König Karl V. veranstaltet wurde.


Landestypisches / Besonderheiten aus Belgien

  • In Belgien werden Comics als den anderen Künsten ebenbürtig angesehen. Das Land besitzt die weltweit höchste Konzentration an Comicautoren
  • Die Liste der belgischen Schriftsteller seit dem 19. Jahrhundert bis heute ist lang: Maurice Maeterlinck (Literaturnobelpreis, 1911), Guido Gezelle,Georges Rodenbach, Emilie Verhaeren, Michel de Ghelderode, Ernest
    Claes, Gerard Walschap, Louis-Paul Boon, Johan Daisne, Jean Ray, Paul Van Ostaijen, Julos Beaucarne, Amélie Nothomb, Jef Geeraerts, Bob Mendes,
    Stefaan Van Laere, Dimitri Verhulst, Tom Lanoye … und noch viele andere.

  • Viele weltbekannte Erfindungen sind belgischer Herkunft. Dazu zählen Dampflokomotiven, Dampfschiffe, Straßenbahnen, Hochöfen und
    andere Innovationen der Schwerindustrie, die John Cockerill zu verdanken sind und in die ganze Welt geliefert wurden. Die Erfinder des Dynamos, des Natrons, des Bakelits und zahlreicher anderer praktischen Anwendungen waren ebenfalls Belgier.