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Schreibblockade: Wie unterbrechen Autoren den Teufelskreis?


Wer kennt es nicht:

Geschichte im Kopf schon komplett ausgereift ist, Figuren erdacht und Handlungsstränge durchgeplant sind, kommt es nicht selten zu Schreibblockaden. Wo soll man anfangen zu schreiben? Wie soll man anfangen zu schreiben? Oft hakt es schon an den ersten Worten, das weiße Blatt bleibt leer und man starrt Stunde um Stunde vor sich hin. Der Druck, etwas zu schaffen, und die Frustration wachsen, was natürlich nicht gerade förderlich für den Schreibprozess ist. Damit die Worte wieder fließen und Sie Blockaden leicht überwinden können, haben wir in diesem Artikel die besten Tipps zusammengefasst.

Schreibblockade



Schreiben lernen

Sie lesen ein gutes Buch und fragen sich, wie der Autor so elegant mit Worten umgehen kann? Ihre Worte sollen sich auch so flüssig lesen und die Figuren sollen auch so lebendig wirken? Der Schlüssel heißt hier wie oft im Leben: Üben, üben, üben! Schreiben Sie kleine Gedichte, jeden Abend drei Sätze zu einem Thema, das Ihnen am Tag begegnet ist, oder bringen Sie eine kleine Geschichte zu Papier. Dabei bietet es sich an, verschiedene Erzählperspektiven auszuprobieren, um herauszufinden, in welcher Sie sich am besten ausdrücken können. Wenn Sie sich in verschiedenen Genres oder Schreibstilen ausprobieren, entdecken Sie vielleicht auch ganz neue Talente an sich. Finden Sie heraus, wie verschiedene Worte wirken, wie man Spannung erzeugt und den Worten Leben einhaucht. Dazu ist es sinnvoll, viel zu lesen, greifen Sie zu allem, was Ihnen gefällt, von Zeitungsartikeln bis zu Romanen. So kann man verschiedene Schreibstile kennenlernen und sich davon auch das Eine oder Andere für das Schreiben eigener Texte abgucken. Um den eigenen Schreibstil zu finden, der zu Ihnen und zu Ihrem Thema passt, sollten Sie regelmäßig schreiben. Wichtig ist: Viel Verschiedenes ausprobieren und lesen, um die persönliche Richtung zu finden. Je mehr Sie sich mit geschriebenen Texten umgeben, desto leichter lösen sich Schreibblockaden.


Aller Anfang ist schwer: Planen und Strukturieren

Wer viele Ideen hat und versucht, alles im Kopf zu behalten und gleichzeitig ein sprachgewandtes Manuskript zu verfassen, der wird schnell auf erste Schwierigkeiten stoßen. Ein Buch zu schreiben ist ein großes Projekt, bei dem viele kleine Details beachtet werden müssen: der rote Faden, ein lückenloser Inhalt, ein gekonnter Umgang mit der Sprache – um sich gänzlich auf das Schreiben zu konzentrieren, sollten Sie vor dem Losschreiben planen. Konkret können Sie sich an folgenden Tipps orientieren: Planen Sie den Inhalt, erstellen Sie einen Überblick zur Struktur, notieren Sie Gedanken, Überthemen und lose Kapitelüberschriften. Ebenso wichtig wie die inhaltliche Planung ist auch eine zeitliche Struktur. Um eine Schreibroutine zu entwickeln und voranzukommen, eignen sich feste Schreibzeiten. Vielleicht beschließen Sie beispielsweise, eine Stunde nach dem Abendbrot oder vor dem Mittag zu schreiben. Regelmäßiges Schreiben und ein Zeitplan helfen Ihnen, Ihr Buch voranzutreiben – schließlich soll es auch irgendwann fertig sein!


Perfektion ist nicht nötig – es gibt immer noch die Überarbeitung

Die Sprache bietet viele Möglichkeiten, ein und dieselbe Handlung auf unterschiedliche Weise auszudrücken. Eine Person, die morgens aufsteht, kann mit „ Schlaftrunken rollte sich Maria aus dem Bett“, aber auch mit „Gähnend schlug Maria die warme Bettdecke zurück und schwang ihre Beine aus dem Bett“ beschrieben werden. Wer die perfekte Formulierung sucht, kann daran schon mal eine längere Zeit sitzen. Ständige Unterbrechungen sind jedoch nicht sehr förderlich für den Schreibprozess und können Blockaden auslösen. Wer zu lange nach einem geeigneten Ausdruck sucht, muss sich danach erst wieder in den Schreibfluss hineinfinden. Besser ist es, ohne Unterbrechung draufloszuschreiben. Die Überarbeitung der sprachlichen Gestaltung kann später erfolgen. Bei sehr ungünstigen Formulierungen können auch Freunde oder Familienmitglieder nach Tipps gefragt werden. Wer immer weiter schreibt, wird schnell merken, dass einem das Schreiben mit der Zeit leichter fällt und Schreibblockaden gar nicht erst entstehen. Bloß keinen zu hohen Erwartungsdruck an sich selbst stellen, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.


Gönnen Sie sich Abwechslung

Weder Themen, noch Formulierungen fallen Ihnen ein, der Kopf ist leer. Die Angst vor dem leeren Blatt Papier ist ein Phänomen, dass die meisten Autoren früher oder später heimsucht. Wenn es einfach nicht weitergeht, sollten Sie nicht versuchen, es zu erzwingen. Hier ist Abwechslung gefragt! Inspiration, neue Einfälle und Gedanken warten überall. Wer immer am Schreibtisch schreibt, sollte nach draußen gehen, um seine Schreibblockade zu lösen. Fahren Sie mit dem Bus oder dem Fahrrad, lassen Sie Ihre Umwelt auf sich wirken. Auch Musik kann bei Schreibblockaden hilfreich sein. Stellen Sie sich zu der Melodie eine Szene vor oder schreiben Sie Ihre Gefühle auf. Unterhalten Sie sich mit Freunden oder fahren Sie an einen Ort, an dem Sie sich wohlfühlen. Wichtig dabei ist es, immer einen Notizblock mit sich zu führen. Ideen sollten gleich aufgeschrieben werden, um sie nicht zu vergessen.
Wenn Sie zu einer schwierig zu schreibenden Szene des Textes trotzdem keinen Zugang finden, können Sie zu einer anderen Stelle springen. Schreiben Sie in der Mitte weiter oder eine Szene, auf die Sie sich schon gefreut haben und überwinden Sie so die Schreibblockade. Ist Ihr Schreibfluss nicht mehr blockiert, kann auch an der vorherigen Stelle weitergeschrieben werden und selbst ein schwieriges Thema geht Ihnen leicht von der Hand.



Durchhalten

Gerade bei einem sehr umfangreichen Projekt kommt es vor, dass man keine Motivation mehr hat, am Text weiterzuschreiben. Vielleicht sind Sie nicht recht zufrieden mit Ihrer bisherigen Leistung oder kommen nicht weiter. Nun ist Durchhaltevermögen gefragt. Hierfür sind unsere Tipps: Geben Sie nicht auf! Oft ist der Weg beschwerlich, aber wenn das Ziel erst erreicht ist, hat sich die Mühe gelohnt. Halten Sie sich Ihr Ziel und Ihre bereits getane Arbeit vor Augen. Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck. Auch Pausen sind sehr wichtig, um durchzuatmen und neue Kraft zu schöpfen. Am besten setzen Sie sich ein Zieldatum, an dem Ihr Manuskript fertig sein soll. Es hilft auch, sich einzugestehen, dass man gerade ein Schreibtief hat, aber damit nicht allein ist. Tauschen Sie sich mit anderen Schreibern aus! Die meisten kennen sich mit nachlassender Lust zu schreiben aus und können Sie motivieren oder wertvolle Erfahrungen weitergeben, wie sie selbst diese Phasen überwunden haben. 
Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artikel zum Thema Schreibblockaden überwinden etwas geholfen zu haben und möchten Ihnen zu Schluss noch sagen: Verlieren Sie das Ziel nicht aus den Augen, das fertige Buch wird die Mühe wert gewesen sein!