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Schreibtipps – Kochbücher schreiben

 

Wie schreibe ich ein Kochbuch?

 








Wenn Literatur zu Genuss wird

Ein genussvoller Dunst liegt in der Luft, es duftet nach Käse, der sich langsam als eine leckere Schicht über einen Auflauf legt, oder nach einem süßen Teig, der baldige Hochgenüsse verheißt. Kochen macht glücklich und die Gaumenfreude danach macht meistens noch glücklicher. Es ist daher kein Wunder, dass sich Koch- und Backbücher großer Beliebtheit erfreuen. Wenn Sie Ihr eigenes Kochbuch schreiben möchten, gibt es natürlich auch einige Dinge zu beachten.

Rezepte mit dem besonderen etwas

Das Allerwichtigste ist nicht nur, dass Sie Rezepte haben, sondern auch, dass diese etwas Besonderes sind. Natürlich kann man auch Basisrezepte vorstellen, muss sich aber im Klaren darüber sein, dass diese schon oft veröffentlicht worden sind. In vielen Fällen ist es nur eine Kleinigkeit, ein anderes Gewürz oder ein neuer Handgriff, der eine vollkommen neue Art des Genusses hervorbringt und Ihr Rezept somit originell macht. Ob es sich dabei um Ihre eigenen Kreationen handelt oder Sie Omas überragende Geheimrezepte mit der Welt teilen wollen, ist in dem Fall unwichtig.


In der Küche vorher selbst experimentieren

Wichtig hingegen ist, dass Sie die Rezepte selbst kennen und prüfen. Ein Kochbuch kann keinen Erfolg haben, wenn die Anweisungen unverständlich sind oder das Gericht nicht gelingen kann, weil es sich nur theoretisch gut anhört, praktisch aber nicht umsetzbar ist. Hilfreich ist auch, wenn Sie das Nachkochen oder -backen unter verschiedenen Bedingungen ausprobieren. Wenn das Gericht auf Ihrem Induktionsherd ein Gaumenschmaus wird, heißt das nicht, dass es auf einem Elektro- oder Gasherd genauso gut funktioniert. Wenn Sie die Möglichkeit haben, es zu testen (vielleicht in der Küche eines Freundes, der andere Geräte nutzt), können Sie Ihren Lesern später Tipps geben, mit welchen Einstellungen das Rezept auch auf deren Herd gelingt.

Klare Instruktionen vermeiden Frust

Genaue Anweisungen sind gerade bei Koch- und Backbüchern wichtig. Dass es nicht immer eine gute Idee ist, das Ei "nach Gefühl" kochen zu lassen, wissen wir spätestens seit Loriot. Zudem ist es gerade für unerfahrene Köche und Bäcker schwierig, dieses "Gefühl" einzuordnen. Daher gilt: je genauer, umso besser. Geben Sie Ihren Rezeptentwurf einmal Freunden oder der Familie zum Nachkochen. Auf diese Art kann man am besten herausfinden, ob die Instruktionen gut nachvollziehbar sind.

Mehr als die Summe seiner Teile

Eine Sammlung vieler Rezepte macht noch kein Kochbuch, auch hier ist ein roter Faden wichtig. Ein Motto, unter dem die Gerichte stehen, ist sinnvoll, dabei ist der Phantasie auch keine Grenze gesetzt. Von regionaler Küche über "süße Seelenstreichler" bis zu "literarischen Leckereien" (wenn sie durch ein literarisches Werk zu den Rezepten inspiriert worden sind) ist alles möglich. 

Die persönliche Note

Um Ihrem Kochbuch die individuelle Würze zu geben, können Sie eine kreative Gestaltung vornehmen. Damit ist nicht nur gemeint, dass Sie Bilder der fertigen Speisen in das Werk aufnehmen oder Garnierungstipps geben, sondern auch mit dem Inhalt spielerisch umgehen. Erzählen Sie doch zu dem ein oder anderen Gericht eine kleine Anekdote oder schreiben Sie ein passendes literarisches Zitat dazu. Das macht das Buch gleich viel interessanter und spricht nicht nur Koch-, sondern auch Lesefreunde an.