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Historische Romane schreiben

Bekannte historische Romane wie „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet, „Der Medicus“ von Noah Gordon, „Der Name der Rose“ von Umberto Eco oder „Die Päpstin“ von Donna Woolfolk Cross – die sogar allesamt verfilmt wurden – zeigen, wie beliebt dieses Genre ist. Auch wenn es anspruchsvoll erscheint, eine längst vergangene Zeit glaubwürdig und zugleich unterhaltsam zum Leben zu erwecken, lassen Sie sich nicht abschrecken. Mit den folgenden Schreibtipps wird Ihnen die Entwicklung Ihres Romans schon gleich viel leichter fallen.



Zeit und Ort festlegen

Als erstes sollten Sie entscheiden, in welcher Zeit und an welchem Ort Ihr Roman spielen soll. Denn jede Epoche und auch jedes Gebiet hat seine Eigenarten. Wer hier Elemente aus verschiedenen Epochen vermischt, wirkt schnell unglaubwürdig. 


Eine gute Recherche ist alles

Eine gute Recherche ist die wichtigste Grundlage jedes historischen Romans. Versuchen Sie so viel wie möglich über die Epoche, in der Ihr Roman spielen soll, herauszufinden. Ein historischer Roman wirkt erst dann authentisch und überzeugend, wenn alles passt: von der Beschreibung der Gebäude, der Bräuche, der Kleidung, des Essens, der Gerüche bis hin zu Sprache und Verhaltensweisen der Figuren. Nehmen Sie sich dabei ruhig Zeit. Auch Schriftsteller wie Noah Gordon recherchieren teilweise über ein Jahr für ihre historischen Romane.


Vielfältig und sorgfältig recherchieren

Lesen Sie Geschichtsbücher, sprechen Sie mit Experten – meist sind diese sehr erfreut über das Interesse –, schauen Sie in Archiven nach, recherchieren Sie, falls möglich, direkt vor Ort und lassen Sie die Schauplätze Ihres Romans persönlich auf sich wirken. Schauen, hören und fühlen Sie genau hin und saugen Sie jede Einzelheit in sich auf. Gerade Details sind für eine authentische Beschreibung unablässig. All dies führt dazu, dass Sie in Ihrem Roman die jeweilige Epoche umso lebendiger vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen lassen können.


Figuren entwickeln

In der Vergangenheit lassen sich zahllose bedeutende historische Persönlichkeiten finden, über die sich ein Roman lohnen würde. Dabei sollten Sie jedoch vorsichtig sein. Je mehr über die Person bekannt ist, desto eingeschränkter sind Sie in der Entwicklung der Charaktere und des Plots. Wenn Sie eine historisch belegte Figur nehmen möchten, ist es daher vorteilhafter, weniger bekannte Personen als Hauptcharaktere auszuwählen, da Ihnen dies mehr erzählerischen Spielraum erlaubt. Andere historisch bedeutende Figuren können dann immer noch als Nebencharaktere eingeflochten werden. Natürlich können auch sowohl die Charaktere als auch der Plot fiktiv sein. Wichtig ist jedoch immer, dass Figuren und Geschehen der jeweiligen Zeit entsprechend historisch glaubwürdig sind.


Ein passendes Subgenre auswählen

Der historische Roman ist erst einmal nur die Umgebung, in der sich Ihre Figuren bewegen. Diese müssen Sie nun noch mit Inhalt füllen. Überlegen Sie sich, was Sie erzählen wollen. Eine tragische Liebesgeschichte, die Abenteuerreise eines Kaufmannes, den Aufstieg und Fall eines Adelsgeschlechts, eine historische Kriminalgeschichte oder eine Familiensaga? Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, suchen Sie sich die für Sie ansprechendste heraus.


Historisches spannend erzählen

Zwar sollten Sie viel recherchieren und sich sehr gut in der jeweiligen Epoche auskennen, um einen glaubwürdigen historischen Roman zu schreiben, aber das sollte Sie nicht dazu verleiten, all Ihr angesammeltes Wissen minutiös im Roman abzuarbeiten. Seitenlange, bis ins kleinste Detail gehende Beschreibungen von Festungsanlagen oder die genauste Auflistung aller historisch belegten Anwesenden eines Festes langweilen irgendwann jeden Leser. Schließlich hat dieser sich nicht ohne Grund einen Roman gekauft und kein Sachbuch. Achten Sie also darauf, dass Ihr historischer Roman spannend und unterhaltsam bleibt und nicht in allzu langatmige Beschreibungen ausartet. 


WEITERE SCHREIBTIPPS


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