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Erotikromane schreiben – Schreibtipps



Erotikromane: Die Pforte innerer Sehnsüchte

Sex sells. Auch in der Bücherwelt. Gerade mit dem Durchbruch der Reihe „Shades of Grey“ von E. L. James hat eine neue Ära für Erotikromane begonnen. Doch was macht diese Romane so beliebt? Ist es die Verbildlichung geheimer Sehnsüchte und die Untermalung tiefer Begehren, die jeder kennt und dennoch keiner offen aussprechen mag? Der Reiz des „Verbotenen“, das Erwecken innerer Lüste? 
Der Leser wird seine Gründe haben. Wenn Sie jedoch vorhaben, in die Rolle des Autors zu schlüpfen und selbst einen Erotikroman zu verfassen, haben wir hier einige Tipps für Sie.


Keine Hemmungen haben!

Das Wichtigste beim Schreiben eines Erotikromans ist es, selber Spaß an der Sache zu haben. Eine erotische Szene spiegelt oft die eigenen Lüste des Autors wider. Fangen Sie also zunächst langsam an und verpacken Sie Ihre Fantasien doch ruhig in Form einer Kurzgeschichte, bevor Sie sich auf die Ausarbeitung eines gesamten Romans stürzen. Damit bekommen Sie ein erstes Gefühl für erotisches Schreiben. Scheuen Sie sich dabei nicht vor sehr expliziten Beschreibungen. Beim Schreiben erotischer Texte gibt es nämlich kaum ein Tabu. Mit einer Ausnahme: peinliches oder „witziges“ Umschreiben von Geschlechtsteilen. Schließlich möchten Sie die Erregtheit des Lesers nicht mit Wörtern wie „Lustgrotte“ und „Hobel“ vernichten. Erst wenn Sie keine Hemmungen davor haben, die Dinge so zu benennen, wie sie sind, sind Sie für das erotische Schreiben gewappnet.


Inspirieren lassen und die richtige Recherche betreiben

Um einen Erotikroman zu schreiben, ist natürlich zu empfehlen, selbst einmal einen Erotikroman oder eine erotische Kurzgeschichten gelesen zu haben. Dadurch bekommen Sie einen ersten Eindruck davon, wie andere Autoren das Schreiben von erotischen Szenen angehen. Zudem ist es wichtig, zu wissen, worüber Sie schreiben. Betreffen Ihre Texte beispielsweise den SM-Bereich, sollten Sie sich mit dieser Szene vorher auseinandersetzen und die entsprechenden Begriffe kennen.


Sinn und Zweck einer erotischen Szene beachten

Ein Erotikroman ist kein stumpfes und sinnfreies Aneinanderreihen mehrerer aufeinanderfolgender Sexszenen. Vergessen Sie nicht, dass es sich immer noch um einen Roman handelt. Eine Sexszene sollte somit ihren Grund haben. Natürlich dient sie oft zur reinen Unterhaltung und Erregung, sie kann allerdings auch entscheidend für die Storyentwicklung sein oder etwas über die Charaktere aussagen. So hält sich beispielsweise die eher ruhige, unscheinbare Protagonistin auch anfangs beim Sex noch ein wenig zurück. Sie übernimmt den passiven Part, lässt sich verführen, tastet sich langsam, aber neugierig an die Sache ran und erforscht, was ihr gefällt, bis aus ihr im Laufe der Handlung immer mehr die selbstbewusste, dominante Figur wird, die weiß, was sie will. Eine erotische Szene gewinnt an Tiefe, wenn sie etwas in der Geschichte bewirkt und Neugier auf den weiteren Verlauf weckt.


Mit Sinnen spielen und Lust steigern

Bei einer gut beschriebenen Sexszene lässt sich eine sogenannte Erregungskurve erkennen. Doch wie sieht diese aus und wie kann sie erzeugt werden?
Das Vorspiel und die allmähliche Steigerung zum eigentlichen Sexakt spielen hier, wie auch oftmals im echten Leben, eine entscheidende Rolle und sind somit die wichtigsten Elemente einer erotischen Szene. Zu Beginn wird vorerst noch mit vielen Anspielungen gearbeitet. Das langsame Rantasten löst auch beim Leser die Lust auf mehr aus. Dann erst folgt der Akt und die spätere „Explosion“, bei der Sie auch beim Schreiben mehr zur Sache gehen und expliziter werden können. Damit Ihnen der Erhalt der Spannung am besten gelingt, müssen Sie beim Leser das Gefühl erwecken, selbst in der Szene präsent zu sein und die Situation hautnah miterleben zu dürfen. Mit einer sachlichen Beschreibung wie „Wir zogen uns aus, machten rum und hatten schließlich Sex, bis wir müde einschliefen“ bewirken Sie das eher nicht. Daher der ultimative Tipp: Spielen Sie mit den Sinnen: Wie und wo fühlt die Figur etwas? Welche Gerüche liegen dabei in der Luft? Was sieht, hört und schmeckt die Figur? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Gerade weil die Zielgruppe von Erotikromanen hauptsächlich weiblich ist, sollte das Beschreiben von Gefühlen nicht außen vor gelassen werden. 
Finden Sie außerdem einen sinnvollen Abschluss. Dies kann etwas sein, was an den Anfang anknüpft, eine Aussicht auf weitere lustvolle Ereignisse gibt oder eine erste Vorahnung auf den darauffolgenden Handlungsverlauf verrät.


Erotikroman veröffentlichen

Haben Sie Ihr Werk vollendet und können es kaum erwarten, auf andere Meinungen zu stoßen, veröffentlichen Sie Ihren Erotikroman und lassen Sie andere Leser an Ihren lustvollen Fantasien teilhaben!

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