Frieling-Verlag Berlin

Verlag sucht Autoren

Die großen Themen unserer Zeit

Autoren im Dialog

Eine lebendige Demokratie braucht aktive Bürger! Freie Meinungsäußerung, engagierte Stellungnahme zu den drängenden Themen unserer Zeit, die Bestimmung des eigenen Standpunktes und ein fruchtbarer Dialog sind unverzichtbare Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Wir alle sind dazu angehalten, in der Diskussion aktiv zu werden und an der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft mitzuwirken.

Aus diesem Grund gibt der Frieling-Verlag Berlin die  Anthologie „Die großen Themen unserer Zeit • Autoren im Dialog“ heraus, die Autorinnen und Autoren ein Forum bietet, ihren ureigenen Standpunkt und ihre individuellen Erfahrungen einzubringen, wobei auch unkonventionelle und kontroverse Sichtweisen zu Wort kommen.

Der in bester angelsächsischer Tradition stehende Sammelband ist ein Podium für alle, die etwas zu sagen haben und durch persönliche Stellungnahme und Engagement Entwicklungen mitgestalten wollen. Ausgehend von einem humanistischen und demokratischen Grundkonsens sind der Meinungsvielfalt dabei keinerlei thematische oder formale Grenzen gesetzt: Eine Zensur findet ausdrücklich nicht statt.

Dabei ist es dem Frieling-Verlag Berlin ein dringendes Anliegen, den aktuellen öffentlichen Diskurs anzuregen und aktiv zu unterstützen. Aus diesem Grund integriert der Verlag jährlich gesondert ausgeschriebene Schwerpunktthemen zu besonders brisanten Fragestellungen unserer Zeit.

 

Einsendeschluss: 7. Mai

Erscheinungstermin: September


Diese Anthologie erscheint auch als E-Book.


Schwerpunktthema im Jahr 2018


Wie verändert uns die Technik?

Wie viel Freiheit und Privatsphäre wollen wir uns erhalten?

Die Frage nach dem guten, dem selbstbestimmten und erfüllenden Leben hat die Menschen zu allen Zeiten in den unterschiedlichsten Kulturen bewegt. Denn sie stellt sich jedem Einzelnen immer wieder neu, auch wenn jede Generation natürlich auf die Erkenntnisse und Vorstellungen der vorhergehenden aufbauen kann. Nicht zuletzt der technische Wandel beeinflusst unsere Vorstellung von der richtigen Lebensführung, weil er Chancen und Herausforderungen dafür jeweils neu bestimmt.

Heute tragen viele Menschen stets ein Mobiltelefon bei sich. Freunde und Familie sind so fast ständig erreichbar. Das ist hilfreich in Notfällen und es verringert Einsamkeit. Aber ändert es nicht auch die Verbindlichkeit von Verabredungen, wenn wir sie jederzeit wieder ändern können? Und verschwinden so nicht Zeiten, in denen wir auf uns gestellt sind und zu uns selbst finden? Noch vor kurzem hieß Reisen auch, den Nachrichtenaustausch mit der Heimat auf ein Mindestmaß zu beschränken. Erst nach der Rückkehr wurde ausführlich berichtet. In der Zwischenzeit fiel man gewissermaßen aus allen Bezügen heraus und begegnete sich so auch selbst im Fremden. Heute kann man den Alltag der sozialen Beziehungen quasi ständig mit sich führen. Die Tendenz, alles durch Fotos und Selfies zu dokumentieren und anderen über die sozialen Medien wie Facebook und Twitter Ereignisse und Gefühle unmittelbar mitzuteilen, verstärkt den Effekt noch.

Diese Totalität der Kommunikation kann jedoch auch dazu führen, dass man sich von Informationen und Reizen überflutet fühlt und die Beziehungen unpersönlicher und weniger individuell werden, sodass man sich letztlich im eigenen Leben fremder vorkommt als zuvor. Und fühlen wir uns angesichts der Geschwindigkeit des Austauschs nicht manchmal getrieben, statt uns als gestaltend zu erleben? Ständig erreichbar zu sein, kann eben auch bedeuten, jederzeit für Arbeit bereitzustehen und nie mehr wirklich Feierabend zu haben.

Auch über die Kommunikation hinaus unterstützen uns die modernen Smartphones. Wir können überall Nachrichten lesen, fernsehen und einkaufen. Und die Ortungsfunktion führt uns von einem Ort zum anderen, ohne dass wir selbst noch Straßenkarten lesen müssten. Dabei werden die Geräte stetig intelligenter – sie sehen bereits voraus, was wir wollen könnten, empfehlen uns bestimmte Musik, Restaurants und Geschäfte. Das Mobiltelefon ist hier nur der Anfang, denn auch die Geräte in unseren Wohnungen von der Stereoanlage bis zum Kühlschrank sollen intelligent werden – und unsere Autos sich zukünftig selbst steuern. Selbst über die Abschaffung des Bargelds wird nachgedacht.

All das erzeugt neue Abhängigkeiten. Was passiert, wenn wir unser ganzes Leben über Geräte abwickeln und diese Geräte einmal ausfallen?

Die neuen Techniken lassen bestimmte Fähigkeiten verkümmern, weil sie nicht mehr benötigt werden – und erfordern neue Fähigkeiten, um sich in den zusätzlichen Angeboten und Optionen zurechtzufinden. Dadurch verändert die Technik auch unser Bild vom Menschen.

Eine große, auch gesellschaftlich relevante Frage ergibt sich beispielsweise daraus, dass ständig Daten über uns gesammelt werden. Unsere Handlungen werden in nie gekanntem Ausmaß aufgezeichnet und analysiert. Banken wissen, wofür wir unser Geld ausgeben, die Suchmaschine, mit der wir im Internet nach Inhalten suchen, kennt unsere Interessen, und der Online-Händler weiß, was wir lesen und welche Filme wir sehen. Zusammen mit der großen Bereitschaft vieler Menschen, in den sozialen Netzwerken über sich selbst Auskunft zu geben, wirft das die Frage auf, wie wichtig uns die Privatsphäre noch ist. Werden wir zu gläsernen Menschen ohne Geheimnisse?

In der Anthologie „Die großen Themen unserer Zeit • Autoren im Dialog“ möchten wir Auseinandersetzungen mit diesen und ähnlichen Fragen sammeln. Wie wollen wir leben? Welche Chancen bietet die technische Entwicklung? Welche Risiken birgt sie? Welche Auswirkungen auf den Alltag ergeben sich, welche gesellschaftlichen Folgen? Und wie gehen wir damit um?

Wie immer können Sie die literarische Form Ihres Beitrags frei wählen. Ob als Essay, Erzählung, Glosse, in Form von Aphorismen oder Gedichten – wir freuen uns auf Ihre ganz individuelle Äußerung. Auch Erinnerungen, Erlebnisberichte oder Buchauszüge sind uns willkommen. Und natürlich können Sie Ihren Text um Fotos oder Illustration anderer Art ergänzen. 

 


THEMEN, DIE BEWEGEN

Schwerpunktthemen der vergangenen Jahre waren beispielsweise:


„Gott und die Welt – 500 Jahre Reformation und Entwicklung des Islam in Deutschland“ und „Zukunftsmodell Familie“ 

(2017, ISBN 978-3-8280-3116-6)


„Eine Million Flüchtlinge in Deutschland: Was ändert sich? Wie schaffen wir das?“

(2016, ISBN 978-3-8280-3360-3)


„Wendepunkte des Lebens – Neuer Aufbruch, neues Glück!“

(2013, ISBN 978-3-8280-3155-5)


„Wut- oder Mutbürger? Welche Rolle spielen Bürgerproteste für eine lebendige Demokratie?“

(2012, ISBN 978-3-8280-3088-6)


„Das Alter ist ein Aussichtsturm. Alt werden in Deutschland – Würde oder Bürde?“

(2008, ISBN 978-3-8280-2660-5)


„Wird Gesundheit zum Luxusgut? Wie viel Solidarität können wir erwarten, wie viel Eigenverantwortung ist notwendig?“

(2006, ISBN 978-3-8280-2415-1)


„Die Flutkatastrophe in Südasien. Macht sie die Weltgemeinschaft sensibel für mehr Menschlichkeit?“

(2005, ISBN 978-3-8280-2224-9)


„Krieg im Irak. Wie viel Frieden ist heute möglich?“

(2003, ISBN 978-3-8280-1992-8) 

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