Frieling-Verlag Berlin

Verlag sucht Autoren

Meyer, Hans

Der 1932 im Allgäu geborene Autor wuchs in den hessischen Städten Butzbach und Offenbach auf. Nach einer kaufmännischen Lehre kam er in die Exportabteilung einer Firma für Offsetdruckmaschinen. Der berufliche Kontakt mit Ausländern führte zum intensiven Erlernen des Französischen auf Sprachschulen in Lausanne und Paris, nachfolgend zum Erlernen des Spanischen in Barcelona und abschließend in Peru. 1959 heiratete er in Perus Hauptstadt Lima und kehrte nach Offenbach zurück, wo er bald Vater von zwei Töchtern wurde. Der ständige Umgang mit internationalen Interessenten für Druckmaschinen ließ in ihm den Wunsch wachsen, dauerhaft im Ausland zu leben, ein Wunsch, der sich 1974 in Rio de Janeiro erfüllte. In der brasilianischen Metropole musste er eine weitere Sprache erlernen. Nach recht unterschiedlichen Tätigkeiten genießt der Großvater von drei Enkeln nun seinen Ruhestand und das schon immer geliebte Schreiben.

 





Soldatenspiele im Gartenparadies

Geschichten aus Butzbach (1937–1946)

In der Wetzlarer Straße 31 im hessischen Butzbach ist Hans Meyer aufgewachsen, der eine verflossene Zeit lebendig werden lässt. Mit feinem Sinn für Atmosphäre, mit anschaulichen Details in Wort und Bild erzählt er, wie sich der Jahreslauf in der großen Familie gestaltete. Zum stattlichen Haus der Großeltern gehörte ein riesiger Garten, der besonders in den kargen Jahren des Krieges das Überleben der Familie sicherte und die schönsten Spielplätze für Kinder barg. Der Weg von der großen Stadtkaserne zum Exerzierplatz führte zwangsläufig durch die Wetzlarer Straße. So begeisterte sich auch Hans für Soldatenspiele, HJ und den militärischen Zeitgeist. Meyers Kindheitsgeschichten sind mit Humor und Sachkenntnis so flott und lebendig erzählt, dass sie weit über die Familie hinausreichen und in ihrem Zusammenspiel ein echtes Zeitzeugnis bilden. 


144 Seiten • Taschenbuch (Paperback) • EUR 11,90

ISBN 978-3-8280-2961-3 


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Reisenotizen aus Peru

Eindrücke zwischen Lima, Wüste und Chachapoyas

Vor einem halben Jahrhundert wurde Hans Meyer für zwei Jahre nach Lima berufen. Heute ist er enger denn je mit dem südamerikanischen Land verbunden, denn dort fand er seine Gefährtin fürs Leben, Lillian, die ihm den Zugang zu den Menschen des Landes ermöglichte, zu ihrem Wesen, ihren Traditionen und Träumen. Zahlreiche Reisen und Besuche bereicherten Meyers Kenntnisse von Peru. So ist er gleichsam im Besitz eines ganz persönlichen Schlüssels, und mit seinem Buch erlaubt er nun auch einem breiteren Leserkreis Einblick in die Schönheit und den Reichtum Perus. Er verknüpft seine Geschichten und Reiseerzählungen mit hilfreichen und interessanten Hintergrundinformationen. Seine ansteckende Begeisterung und Verbundenheit lädt aufgeschlossene Leser ein, in das ferne Land zwischen Pazifik und Anden, Wüste und feucht-tropischer Bergwelt aufzubrechen. 


160 Seiten • Taschenbuch (Paperback) • EUR 9,90

ISBN 978-3-8280-2534-9 


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Hans Meyer ist in folgenden lieferbaren Anthologien des Frieling-Verlags vertreten:

INTERVIEW MIT DEM AUTOR

Was ist Ihre größte Stärke?
Schreibend Erlebnisse erzählen, Briefwechsel

Was ist Ihre größte Schwäche?
Einen Roman oder fortlaufende Geschichten zu erfinden.

Was war als Kind oder Jugendlicher Ihr Traumberuf?
Soldat zu sein. Ich bin Jahrgang 1932.
Ich war total desillusioniert, nachdem die Wirklichkeit mir wirklich wurde (siehe mein Buch „Soldatenspiele“).


Welcher Mensch beeindruckt Sie?
Wörtlich ausgelegt: Angela Merkel und einige andere. Sie meinen jedoch welche Art Mensch? Ausgewogene Menschen.

Welches ist das letzte Buch, das Sie gelesen haben?
Sebastian Haffner: Geschichte eines Deutschen. Erinnerungen. 1914-1933
Als alter Mensch versteht man die Vergangenheit besser als zur Zeit, als diese Gegenwart war. Dagegen ist die heutige Gegenwart ziemlich unverständlich. Wir haben wieder nichts Weises dazugelernt.


Welches Ziel haben Sie vor Augen, wenn Sie schriftstellerisch tätig sind? Was sollen Ihre Texte bei dem Leser bewirken? Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Werk wecken?
Dem Leser das Erlebte bildhaft zu erzählen und ihn so zu fesseln, dass die Emotion ihn bewegt, das Gelesene weiterzureichen.

Welchen Traum würden Sie im Leben gerne noch verwirklichen?
In Japan eine Zen-Teezeremonie in klassischer Umgebung zu erleben, 
ohne bemerkt zu werden.

Was ist Ihr Leitspruch?
Man hüte sich vor Leitsprüchen. Sie sind wie Scheuklappen, sowohl die 
privaten wie und insbesondere die politischen. Das Dritte Reich verstand das meisterhaft und die heutige kommerzielle Propaganda auch.