Frieling-Verlag Berlin

Bücher und Menschen

Der Frieling-Verlag (Das Frieling Team) engagiert sich

Als aktives Mitglied im Unternehmensnetzwerk Grossbeerenstraße in Berlin Tempelhof-Schöneberg (www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de) unterstützen wir bewusst die Integration von geflüchteten Menschen über das "ARRIVO-Ringpraktikum" und beziehen wir im Rahmen von "Netzwerk mit Courage" Stellung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Frieling – Für Bücher und Menschen.

über den Zeitzeugenpreis

In den Jahren 2005 bis 2011 hat der Frieling-Verlag jährlich den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg ausgelobt. Bei dem Wettbewerb geht es darum, dass die Teilnehmer auf literarische Weise aus ihrem Leben berichten. So vielfältig die Themen in diesen Jahren waren, so unterschiedlich sind es auch die Geschichten gewesen. Aber sie alle sind wahr, echt, authentisch. Denn beim Zeitzeugenpreis stehen immer persönliche Erlebnisse im Mittelpunkt der Beiträge. Jeder Jahrgang ist einem bestimmten Thema gewidmet, das für die Region Berlin-Brandenburg von Bedeutung ist. Die Einsendungen werden dann von einer professionellen Jury geprüft und die Gewinner öffentlich gekürt. Im Frieling-Verlag ist eine Anthologie für jeden Wettbewerb erschienen, in dem nicht nur die Siegertexte, sondern auch weitere bedeutende Beiträge der Teilnehmer veröffentlicht wurden.

Schnell war der Schreibwettbewerb im Kulturkalender der Region fest verankert. Dank seiner ausdrücklichen Offenheit gegenüber Teilnehmern jeden Alters, die keinem Stil oder Trend verpflichtet sein müssen, zeichnet die Veranstaltung sich nicht nur durch ihre Unabhängigkeit aus, sondern auch durch den generationenübergreifenden Dialog und den Meinungsaustausch. Damit ist der Wettbewerb zu einem schönen Beispiel für gelebte Demokratie geworden. Durch die individuellen Beiträge, die sich häufig vor politischer oder gesellschaftlicher Kulisse abspielen, wird gelebte Geschichte aus einer sehr persönlichen Perspektive nachvollziehbar. Die Vielfalt der Beiträge spiegelt auch wieder, dass es selten nur eine Wahrheit oder eine richtige Version der Geschichte gibt. 

Auf dieser Seite finden Sie alles rund um den Wettbewerb, seine Publikationen und Teilnehmer. 

Publiziert wurden folgende Anthologien mit Beiträgen der Preisträger:


Zeitzeugen schreiben Geschichte(n)

Berliner und Brandenburger erinnern sich an die Jahre 1945 bis 1960

240 Seiten, Paperback (Taschenbuch); 1. Auflage 2006 - ISBN 978-3-8280-2357-4  

EUR 10,00

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Petticoat und Kalter Krieg

Berliner und Brandenburger erinnern sich an die Jahre 1950 bis 1965

256 Seiten, Paperback (Taschenbuch); 1. Auflage 2007 - ISBN 978-3-8280-2516-5  

EUR 10,00

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Glückssuche im Schatten der Mauer

Die 60er Jahre in Berlin und Brandenburg

216 Seiten, Paperback (Taschenbuch); 1. Auflage 2008 - ISBN 978-3-8280-2639-1  

EUR 10,00

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Das Jahr, in dem die Mauer fiel

Zwanzig Jahre Mauerfall - Zeitzeugen erinnern sich

240 Seiten, Paperback (Taschenbuch), 1. Auflage 2009 - ISBN 978-3-8280-2750-3

EUR 10,00

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Engagement mit Herz und Verstand

Helden des Alltags in Berlin und Brandenburg

214 Seiten, Paperback (Taschenbuch); 1. Auflage 2010 - ISBN 978-3-8280-2857-9

EUR 10,00

Alles über die Wettbewerbe

Hier erfahren Sie Details über die Preisträger der vergangenen Wettbewerbe und deren Arbeiten. Zu den Leseproben ausgewählter Beiträge (ab 2007) gelangen Sie durch Anklicken der grauen Wettbewerbstitel.

Wenn Sie an den Anthologien der Wettbewerbe mit den prämierten sowie weiteren bedeutenden Beiträgen interessiert sind, so können Sie diese beim Frieling-Verlag bestellen.


Die Gewinner beim Zeitzeugenpreis 2005/2006

Thema: Berliner und Brandenburger erinnern sich an die Jahre von 1945 bis 1960


1. Platz

Alltag, Spiele und Träume“ (Erinnerungen an meine Kindheit)

von Renate Brandt aus Berlin:

geboren 1939 in Berlin

Lehre als Handelskauffrau

Leitende Tätigkeiten in Wirtschaftsunternehmen

Koordinatorin im Hotelwesen

Mitglied im Schreibzirkel "Wortliebe"

Mitarbeiterin des "Wortspiegel"

Veröffentlichung von drei Gedichtbänden im Eigenverlag

2005 Veröffentlichung des Lyrikbandes "Gefühle der Zärtlichkeit"  


2. Platz

Und dann herrscht Frieden in Berlin

von Dr. Willi A. Voelmy aus Bad Harzburg:

geboren 1927 in Berlin

Studium an der Freien Universität und der Pädagogischen Hochschule in Berlin

Oberschullehrer und später Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Berlin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Internationale pädagogische Forschung in Frankfurt/Main

Promotion an der Freien Universität Berlin

Referent im Wissenschaftlichen Landesprüfungsamt Berlin

Autor von Wissenschafts- und Schulbüchern

Mitarbeiter der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft in Bad Harzburg


3. Platz

Ende einer Reise"

von Ruth Wendt aus Dinslaken:

geboren 1928 in Eberswalde

bis Anfang 1945 Lehrerinnenbildungsanstalt Rathenow

nach Kriegsende Arbeitseinsätze in den Kasernen der sowjetischen Streitkräfte

1948 Flucht nach Neumünster

1951 Heirat, später Umzug nach Duisburg

seit 1963 alleinerziehende Mutter von acht Kindern

1989 Umzug nach Dinslaken 


Die Gewinner beim Zeitzeugenpreis 2006/2007

Thema: Berliner und Brandenburger erinnern sich an die Jahre von 1950 bis 1965


1. Platz

Angeeckt“ (Erinnerungen an die Kindheit und Jugend einer Pastorentochter in der DDR)

von Angelika van der Borght aus Oranienburg:

geboren 1946 in Kyritz/Ostprignitz

Studium der Gebrauchsgrafik an der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung in Ostberlin

Diplom-Grafik-Designerin bei der Inneren Mission und dem Hilfswerk Berlin (Ost); freischaffende Grafikerin (u.a. „Sandmännchenfilme“ des Deutschen Fernsehfunks)

Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR

Mitglied des Oranienburger Literaturzirkels „Vers & Zeile“

nach der Wiedervereinigung Grafikerin, Layouterin, Korrektorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz innerhalb von ABM-Maßnahmen


2. Platz

Die Grenze“ (zwischen Ostberlin und dem Umland)

von Bernhard Drewitz aus Schulzendorf:

geboren 1929 in Berlin

Rundfunkmechaniker

Studium an der Ingenieurschule Gauss in Berlin (West)

Entwicklungsingenieur sowie Themen- und Laborleiter in mehreren Großbetrieben in Ostberlin

nach der Wiedervereinigung Vorruhestand; anschl. Rentner


3. Platz

Fräulein Erfurth und die alte Nähmaschine“ (Jugenderlebnisse zwischen Ost- und West-Berlin)

von Eginhard Teichmann aus Berlin:

geboren 1937 in Berlin-Mitte

Musikstudium am Städtischen Konservatorium Berlin, Hauptfach Violoncello

Orchestermusiker, u.a. am Mannheimer Nationaltheater

2001 Pensionierung 


Sonderpreis außer Konkurrenz

Gaskopp“ (Die Flucht eines Außenseiters in den Westen)

von Peter Reusse aus Berlin:

geboren 1941 in Teltow

Schauspielstudium an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg

Schauspieler mit Engagements in Brandenburg, Halle und dem Deutschen Theater in Berlin und in Spiel- und Fernsehfilmen („Die Abenteuer des Werner Holt“, „Polizeiruf 110“)

Goethepreisträger der Stadt Berlin

Gewinner des Wettbewerbs „Drehbuch 2000“

seit 1995 freier Autor in Berlin


Die Gewinner beim Zeitzeugenpreis 2007/2008

Thema: Die 60er Jahre in Berlin und Brandenburg


1. Platz

"Goliath und seine Träume" (Professor vor einer Gewissensentscheidung, die sein Leben verändert)

von Peter Schüler aus Oranienburg:

geboren 1939 in Berlin; Frühwaise

Fach- und Hochschulausbildung

in der DDR aus politischen Gründen exmatrikuliert

Versicherungsdirektor

Hobby: Psychologie und Philosophie


2. Platz

"Verliebt, verlobt, verheiratet - und ein bisschen verwegen" (Hochzeit in den Wirren des Mauerbaus 1961)

von Jürgen Friedenberg aus Mainz:

geboren 1934 in Lodz (Polen), aufgewachsen in Berlin

Studium der Volkswirtschaft

Journalist

stellvertretender Chefredakteur der "Allgemeinen Zeitung" in Mainz


3. Platz

"Ostkreuz" (Schülerin aus Ost-Berlin schmiedet mit Freund aus dem Westen Fluchtpläne)

von Kristin Bochröder aus Berlin:

geboren 1941 in Berlin

Rechtspflegerin

engagiert in der evangelischen Kirche


3. Platz

"Mein erster Berlin-Marathon" (Erlebnisse rund um die Ermordung des Studenten Benno Ohnesorg)

von Jenny Schon aus Berlin:

geboren in Trutnov (Ostböhmen)

Studium der Sinologie, Japanologie und Publizistik sowie der Philosophie und Kunstgeschichte

Ausbildung in Steuerkanzlei und als Buchhändlerin

Lehraufträge zur chinesischen Philosophie

Autorin verschiedener fernöstlicher Bücher

 

Die Gewinnerinnen vom Zeitzeugenpreis 2009

Thema: 20 Jahre Mauerfall


1. Platz

50 Meter vor und 49 zurück (Behutsame Annäherung einer Frau aus Berlin-West an die Menschen aus Berlin-Ost)

von Kira von Moers aus Berlin:

geboren 1964 in Berlin

Ausbildung zur Hotelfachfrau

Studium der Betriebswirtschaft

Tätigkeiten im Personalmanagement

Ausbildung zur Kommunikations- und Verhaltenstrainerin

Coach in der Personalberatung

Hobbies: Fotografieren, Laufsport

bereits veröffentlichte Bücher: "Erleben" (Kurzgeschichten) und "Bleiben Sie am Ball! Arbeitslosigkeit und Bewerbungszeit aktiv gestalten"


2. Platz

Silberblatt (aus dem Alltag von Ostdeutschen, die sich nicht anpassen wollten, aber dennoch arrangieren mussten)

von Monika Restetzki aus Berlin:

geboren 1949 in Fürstenwalde/Spree

kaufmännische Ausbildung

Warenbuchhalterin bei der Nationalen Volksarmee

Lohnbuchhalterin

Mitarbeiterin in der Besucherbetreuung Rüdersdorf

Hausfrau, Mutter zweier Kinder

Hobby: Aufarbeiten der Familiengeschichte


3. Platz

Beata und Klara und Gustav (Drei ostdeutsche Schicksale in der Wendezeit)

von Hannelore Kleinschmid aus Oberkrämer/Brandenburg:

geboren 1943 in Nordhausen/Thüringen

Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik

Redakteurin beim Rundfunk der DDR

Mitarbeiterin an der Akademie der Künste der DDR

1970 Flucht nach Hamburg

freiberufliche Mitarbeiterin beim NDR und Deutschlandfunk

Redakteurin des deutschen Dienstes der BBC in London

freiberufliche Journalistin in Berlin

Ernst-Reuter-Preisträgerin

bereits veröffentlichte Arbeiten: Kinderbücher und -hörspiele


Texte, die von der Jury in die engere Wahl genommen wurden:

Eines schönen Tages“ von Hans-Joachim Aschenbrenner

Verstellter Blick“ von Nadin Hardwiger

Nachtwandel“ von Karlheinz Klimt

Das Maß war voll für den Aufbruch zur Einheit“ von Manfred Leitner

Holzwolle und Mauerfall“ und ich war mitten drinn“ von Isabell Merz

Ein Jahr fällt nicht vom Himmel“ von Helga Schon

Wahnsinn“ von Angelika van der Borght

Schatten auf dem Glück“ von Dr. Horst Weinert

Anne, ein Traum wird wahr“ von Ruth Wendt


Die Gewinner beim Zeitzeugenpreis 2010

Thema "Ehrenamt": Erkennen - Handeln - Verändern - Wie haben Sie sich engagiert?


1. Platz

Mein Freitragsverhältnis (über die Begegnungen mit einer alten Dame im Seniorenheim)

von Monika Restetzki aus Berlin:

geboren 1949 in Fürstenwalde/Spree

kaufmännische Ausbildung

Warenbuchhalterin bei der Nationalen Volksarmee

Lohnbuchhalterin

Mitarbeiterin in der Besucherbetreuung Rüdersdorf

Hausfrau, Mutter zweier Kinder

Hobby: Aufarbeiten der Familiengeschichte


2. Platz

Beten Sie mit mir? (über die Arbeit bei der Telefonseelsorge)

von Hannelore Kleinschmid aus Oberkrämer/Brandenburg:

geboren 1943 in Nordhausen/Thüringen

Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik

Redakteurin beim Rundfunk der DDR

Mitarbeiterin an der Akademie der Künste der DDR

1970 Flucht nach Hamburg

freiberufliche Mitarbeiterin beim NDR und Deutschlandfunk

Redakteurin des deutschen Dienstes der BBC in London

freiberufliche Journalistin in Berlin

Hauptschöffin beim Landgericht Neuruppin

Ernst-Reuter-Preisträgerin

bereits veröffentlichte Arbeiten: Kinderbücher und -hörspiele


3. Platz

Die Politputze (über das Engagement gegen rassistische und andere Schmierereien)

von Irmela Mensah-Schramm aus Berlin:

geboren 1945 in Stuttgart

Ausbildung zur Erzieherin und Heilpädagogin

Engagement in der Friedensbewegung

Aktivistin gegen rassistische, antisemitische und fremdenfeindliche Schmierereien im öffentlichen Raum

Organisation von Ausstellungen zum Thema "Hass vernichtet"

Auszeichnung mit der Bundesverdienstmedaille (zurückgegeben, als sie erfuhr, dass ein ebenfalls so geehrter CDU-Politiker im Dritten Reich bei der Waffen-SS war)

Erich-Kästner-Preis für Zivilcourage

Ehrung mit dem Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz"


3. Platz

Doktor Çak (über den Einsatz eines Kinderarztes gegen Kinderarmut)

von Dr. med. Rolf-Jürgen Kühnelt aus Berlin:

geboren 1950 in Berlin

seit 32 Jahren Kinderarzt im Berliner Bezirk Wedding

wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Kinderarmut

Gründung eines Arbeitskreises Kinderarmut

Gründung des Büros gegen Kinderarmut

Organisation zahlreicher Projekte für Kinder in Not


Texte, die von der Jury in die engere Wahl genommen wurden:

Ein Geschichtskapitel unter die Lupe genommen von Helga Bornstädt

Die ehrenamtliche Arbeit und die damit verbundene Verantwortung von Walter Frese

Das Ehrenamt von Harold Grewe

Drei Frauen und der Junge von Martin Ruhtz

Die Kinder vor allem“ von Detlef Stocklossa

Medieninteresse“ von Getrud Hintze


Die Gewinner beim Zeitzeugenpreis 2011

Thema "Ich (k)ein Berliner/Brandenburger" (Beiträge zum Leben in der Region)


1. Platz

Evas Freund Leonard oder Eine russische Seele in Berlin (über einen Emigranten und seine Sehnsucht, in der neuen Heimat endlich anzukommen)

von Krysia Sar (Krystina Reemer) aus Berlin:

geboren in Łódź (Polen)

Studium in Moskau

gearbeitet in der DDR und in den USA

Frau eines Diplomaten, Mutter von zwei Kindern

Autorin von Kurzgeschichten

2009 Veröffentlichung des Buches "Wie in frühen Jahren…Menschen, Orte, Zeiten"


2. Platz

Brückenbeziehungen (über die Begegnungen eines Ehepaars aus dem Westen mit Künstlern aus dem Osten) 

von Klaus J. Rothbarth aus Berlin:

geboren 1943

Industriekaufmann

Betriebswirtschaftsstudium

Tätigkeiten in verschiedenen Positionen im Bauwesen im In- und Ausland

Autor von Texten, zur Unternehmensorganisation und dem Qualitätsmanagement

seit Eintritt ins Rentenalter Autor von Gedichten und Kurzgeschichten

2005 Veröffentlichung der Erzählung "18. Oktober 1977"

2007 Veröffentlichung des Buches "Vom Verschwinden einer Anwesenheit - Die letzten Tage der Bauunternehmung H.Klammt"


3. Platz

Berlin: Mode – Multikulti – Großstadtleben (über die Eindrücke einer Neuberlinerin in ihrem Kiez und unter den Straßen der Stadt) 

von Astrid Schnipkoweit aus Berlin:

geboren 1984 in Managua (Nicaragua)

Arbeit in einer Nichtregierungsorganisation (NGO)

Studium der Sozialwissenschaften in Erfurt

Studium der Sozial- und Kulturanthropologie in Berlin

verheiratet, Mutter einer Tochter


Die Fotos von der Veranstaltung können Sie im Internet auf youtube anschauen, indem Sie auf diesen LINK klicken. Ebenfalls im Internet auf youtube ist ein Film zu besichtigen, den Sie über diesen LINK anklicken können.

Presseinformationen

Für den direkten Kontakt zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg wenden sich Journalisten bitte an presse(at)zeitzeugenpreis.de. Weitere Presseinformationen finden Sie auch auf www.zeitzeugenpreis.de.

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12. September 2011

Die besten Beiträge vom Zeitzeugenpreis 2011

Anthologie fasst prämierte sowie weitere herausragende Arbeiten des Schreibwettbewerbs zusammen

„Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger“ lautete die Bekundung, mit der zur Teilnahme am Schreibwettbewerb um den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 eingeladen wurde. Gefragt waren persönliche Geschichten vom Leben und Ankommen in der Region. Fast hundert Beiträge von bemerkenswerter Qualität haben unter anderem die Frage beantwortet, was das Besondere daran ist, ein Berliner oder Brandenburger zu sein. 

Ein prominenter Jurorenkreis wählte schließlich die besten Arbeiten aus. In der nun vorliegenden Anthologie sind die wichtigsten Beiträge des Wettbewerbs und der Preisverleihung zusammengefasst, darunter die Beiträge der drei Preisträger sowie acht weitere bemerkenswerte Wettbewerbstexte.

Johann-Friedrich Huffmann (Hrsg.): Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger - Geschichten vom Leben und Ankommen"; aus der Reihe Anthologien. 208 Seiten, Taschenbuch (Paperback) EUR 10,00 • ISBN 978-3-8280-2977-4. 

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Kostenlose Rezensionsexemplare stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

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23. Juni 2011

„Evas Freund“ gewinnt den Zeitzeugenpreis 2011

Überraschung beim Schreibwettberb: Drei Beiträge aus Berlin setzen sich durch – aber viele lobende Erwähnungen für Brandenburger Autoren

Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder die Beiträge von Autoren aus Brandenburg beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg überzeugen konnten, ist es in diesem Jahr ganz anders. Erstmals belegen die drei vordersten Plätze im Schreibwettbewerb Einsendungen von Autorinnen und Autoren aus Berlin – trotz der erneut hohen und inhaltlich interessanten Beteiligung aus Brandenburg. Den Sieg trägt die Autorin Krystyna Reemer davon, die unter dem Pseudonym Krysia Sar schreibt. Ihre Geschichte handelt von der Begegnung mit Eva und ihrem Freund, dem jüdischen Migranten Leonard.

Berlins Kultur-Staatssekretär, Dr. André Schmitz, würdigte in seiner Festrede den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg als eine kulturelle Institution in der Region, die ihm sowohl in seiner beruflichen Funktion als auch persönlich besonders am Herzen liege. Der Wettbewerb trage dazu bei, sagte Schmitz, dass die so wichtige Erinnerung an gelebte Geschichte bewahrt würde. Dieses Engagement müsse man auch künftig unterstützen.

Der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Initiator des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg, freute sich über das zunehmende Interesse jüngerer Generationen an dem Schreibwettbewerb. Der Leitspruch, „Zukunft braucht Wurzeln“, mache deutlich, dass ohne den bewussten Umgang mit der Vergangenheit Zukunft nicht erfolgreich gestaltet werden könne. 

In den auf die Preisverleihung folgenden Lesungen stellten die drei Preisträger Auszüge aus ihren Beiträgen vor. 

Im Mittelpunkt des Siegerbeitrages von Krysia Sar steht Leonard, der vor dem Antisemitismus in Moskau geflohen war und sich vor langer Zeit in West-Berlin ein kleines Unternehmen aufgebaut hatte, in dem Eva arbeitet. Leonard ist „eine russische Seele im Exil“ schreibt Krysia Sar; geflüchtet nach West-Berlin: Wie sehr er an seiner Wahlheimat hängt, wird beim Marokko-Urlaub mit Eva deutlich, den Leonard vor lauter Sehnsucht nach Berlin nicht genießen kann. „Überall auf der Welt ist es schön, aber am schönsten ist es zuhause.“ In Berlin? „Ja, irgendwie. Hier lebe ich, aber ich gehöre nicht dazu. Diese verdammte Sehnsucht nach dem dazugehören, die verfolgt doch einen Menschen sein Leben lang.“

Den zweiten Platz beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg belegt Klaus J. Rothbarth, einer der wenigen Autoren, die sich am Schreibwettbewerb beteiligt haben. Denn diesmal, auch das ist ungewöhnlich, haben doppelt so viele Frauen wie Männer Beiträge eingereicht. 

Rothbarth schreibt über „Brückenbeziehungen“, die der West-Berliner bei seinen Begegnungen mit den Brandenburgern in Potsdam nach der Wende erlebt hat. Regelmäßig ging der kunstinteressierte Hauptstädter über die Glienicker Brücke, tauchte in die ostdeutsche Kunstszene ein und fand viele neue Freunde – von Malern über Kabarettisten bis zu Musikern. Es ist eine gefühlvolle Geschichte, in der Rothbarth auch seine Sehnsucht gesteht, Brandenburger sein zu wollen.

Den dritten Platz errang Astrid Schnipkoweit, die ursprünglich aus Nicaragua stammt. Sie nennt ihren Beitrag „ein kleines Protokoll einer Existenz in einer Stadt, die alles noch kleiner werden lässt“, und schreibt über Begegnungen wie der mit der Bäckersfrau, von der sie „ohne Vorwarnung mit dem Wetterbericht, Lokalnachrichten und anderen öffentlichen wie privaten Angelegenheiten“ überfallen wird. „Der effiziente deutsche Umgang mit der Zeit hat hier keine Bedeutung“, konstatiert die Autorin, die wegen ihres Studiums aus einer ostdeutschen Kleinstadt in den Kiez von Berlin-Moabit gezogen ist. Schnipkoweit fragt: „Wie viele Leute ziehen täglich nach Berlin um? Wie viel Hoffnung steckt in ihnen und wie viel Sehnsucht haben sie in ihren Kisten mitgebracht? Für wie viele ist das hier einen Neuanfang und für wie viele Endstation?“ 

Auf diese Fragen geben viele Beiträge beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 spannende Antworten. Sie werden in einer Anthologie nachzulesen sein, die Siegerbeiträge und andere Arbeiten umfasst, und die in Kürze erscheint.

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19. Juni 2011

EINLADUNG zur Zeitzeugenpreis-Festveranstaltung

Präsentation der Gewinner des Schreibwettbewerbs am 22. Juni 2011 im Roten Rathaus mit Lesungen aus den Siegerbeiträgen

In drei Tagen ist es soweit: Dann werden die Gewinner vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 bekanntgegeben. Am 22. Juni 2011 findet im Roten Rathaus von Berlin um 19.30 Uhr die Festveranstaltung mit der Preisverleihung und den Lesungen aus den Siegerbeiträgen statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

In diesem Jahr stand die Frage nach einem Bekenntnis zur Region im Mittelpunkt des Wettbewerbs. „Ich bin (k)ein Berliner oder Brandenburger“ lautete das Motto, über das die Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen geschrieben haben. Dabei ging z.B. darum, zu erläutern, warum man gerne hier lebt und was dieses Leben ausmacht – oder aber auch belastet. 

In vielen beachtenswerten Einsendungen wurde über zwischenmenschliche Begegnungen berichtet. Dabei spielten häufig auch interkulturelle Aspekte eine Rolle; häufiger in den Beiträgen aus Berlin als aus Brandenburg, was sicher auch der besonderen Lebensituation in der Großstadt zuzuschreiben ist. Gleichwohl überzeugten die meisten Arbeiten durch ihre literarische Qualität, wie bei der Preisverleihung zu hören sein wird. 

Das Programm

Begrüßung

Rolf Schütte, Protokollchef des Landes Berlin

Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Verleger und Initiator des Zeitzeugenpreises

Ansprache

André Schmitz, Staatssekretär für Kultur beim Senat von Berlin

Preisverleihung

mit den Laudationes und Übergabe der Bronze-Skulptur „Buch der Erinnerung“

Lesungen

der Autorinnen und Autoren aus ihrer Siegerbeiträgen

Empfang

Die Jury: Thessi Aselmeier, Zeitzeugenbörse; Manfred Füger, Protokollchef des Landes Brandenburg; Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance; Kathrin Kowarsch, Frieling-Verlag; Henry Lohmar, Märkische Allgemeine Zeitung; Dr. Andreas Ludwig, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR; Rolf Schütte, Protokollchef der Senatskanzlei beim Regerienden Bürgermeister von Berlin; Dr. Martina Weinland, Stiftung Stadtmuseum Berlin; Dr. Martina Weyrauch, Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung; Ulli Zelle, rbb.