Frieling-Verlag Berlin

Bücher und Menschen

John, Erich

Der 1932 im nordböhmischen Kartitz geborene Autor studierte nach einer Bauschlosserlehre zunächst Metallgestaltung an der Fachschule für angewandte Kunst Wismar-Heiligendamm, ehe er 1953 an die Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin wechselte, wo er Formgestaltung studierte. Nach dem Diplom gestaltete er Elektrogeräte, Büromaschinen und Investitionsgüter sowie feinmechanisch-optische Geräte und Erzeugnisse. 1965 wurde er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Dozent, 1973 zum Professor für Formgestaltung berufen. Erich John kann auf zahlreiche Auszeichnungen verweisen. Nach der Emeritierung im Jahre 1992 war er zunächst freischaffend als Innenarchitekt tätig, ehe er fotografierend und malend durch die Welt reiste. 2009 wurde er Botschafter der Stadt Berlin.


 




Ikarusflüge

Erinnerungen eines DDR-Designers

In die Wiege gelegt war es dem Jungen aus Nordböhmen nicht, dass er später einmal Designer, Professor, Innenarchitekt, Maler und Weltreisender sein und ein markantes Wahrzeichen von Berlin gestalten würde. Doch Nationalsozialismus und Krieg machten aus dem Bauernjungen einen mittellosen Flüchtling. Er erkämpfte sich Ausbildung und Studium und erkor sich die Berliner Kunsthochschule Weißensee als Wirkungsstätte. Seine bekannteste Schöpfung ist die Weltzeituhr am Alexanderplatz, deren Umsetzung im Musterland der Planwirtschaft viel Improvisationskunst und Durchsetzungskraft erforderte. Familie, Freunde und Natur gaben Erich John in Zeiten mancher politischer Konflikte Halt, sodass seine immer wieder gestarteten „Ikarusflüge“ glimpflich endeten. In seinem berührenden Erinnerungswerk gewährt er Einblick in ein Stück (ost)deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts.  


176 Seiten • Taschenbuch (Paperback) • EUR 11,90

ISBN 978-3-8280-3081-7


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