Frieling-Verlag Berlin

Bücher und Menschen

Fellner, Christine

Die 1955 in Wallerstein/Ries als zweite von vier Schwestern geborene Autorin war lange Zeit als pharmazeutisch-technische Assistentin in Heidelberg tätig. Heute lebt die Mutter dreier Kinder in Nördlingen. Seit dem Jahr 2003 veröffentlicht sie Texte in Anthologien und in der antirassistischen Literaturzeitschrift „Die Brücke“. Ihr Erstlingswerk „Atmen durch die Wüste“ erschien im Selbstverlag. Das Thema Würde verleiht ihrer Feder den rechten Schwung.






Hilf, dass ich wieder fliegen kann

Gefangen in der Psychiatrie

Wenn der stumme Schrei „Hilf, dass ich wieder fliegen kann!“ ungehört und das Glück auf Erden verwehrt bleibt, macht sich Verbitterung breit. Wenn der menschliche Garten statt Hege und Pflege gewaltsames Brachhalten oder gar Niedertreten erfährt, bricht sich Verzweiflung Bahn. Als „Gefangene in Friedenszeit“ sieht Christine Fellner ihre trotz einer traumatisierten Kindheit einst so fröhliche und hochbegabte Schwester, die nach einer Elektroschocktherapie in der geschlossenen Psychiatrie dahinvegetiert. Ihr widmet sie sensible, verzweifelte, aufrüttelnde Gedichte. Inzwischen sind die Folgen der jahrelangen medikamentösen „Stilllegung“ verheerend – die Schwester klagt die ganze Welt nur noch an, und ihr Wesen stumpft spürbar ab. Christine Fellner erzählt die tragische Geschichte ihrer Schwester und ruft zu mehr Achtsamkeit und medizinischer Verantwortung auf.


48 Seiten • Taschenbuch (Paperback) • EUR 6,90

ISBN 978-3-8280-2939-2

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